2016 – das Jahr der großen Überraschungen

Der Brexit und Donald Trumps Wahlsieg in den USA waren Überraschungen, die auch die weltweite IT-Branche in Atem hielten. Der Trend zu mehr Protektionismus widerspricht den Prinzipien der digitalen Wirtschaft, die im Netz bereits sämtliche Barrieren und Grenzen überwunden glaubte. [...]

IT-Jahresrückblick 2016 (c) pixabay
IT-Jahresrückblick 2016

Zwei politische Paukenschläge übertönten 2016 alle anderen Ereignisse und sorgten auch in der weltweiten IT-Branche für Unruhe und heftige Diskussionen. Am 23. Juni waren die Briten aufgerufen, zu entscheiden, ob ihr Land in der EU bleiben soll oder nicht. Im Vorfeld waren die meisten Experten und Meinungsforscher überzeugt, dass sich die Insel mehrheitlich für den Verbleib in der Europäischen Union entscheiden würde. Doch es kam anders. Das Gros der Briten votierte für einen Austritt aus der EU. Das Beben, das diese Entscheidung auslöste, war gewaltig – politisch wie ökonomisch. Am Tag nach der Entscheidung knickten weltweit die Börsenkurse ein. Aktienwerte in einem Volumen von fünf Billionen Dollar lösten sich in kürzester Zeit in Luft auf. Der britische Premierminister David Cameron, der sein politisches Schicksal mit einem Pro-EU-Votum verknüpft hatte, erklärte postwendend seinen Rücktritt. Seine Nachfolgerin Theresa May, die wie ihr Vorgänger eigentlich gegen den EU-Ausstieg war, machte schnell klar, dass es keine Umkehr oder zweite Abstimmung geben werde: "Brexit heißt Brexit."

Diese Entscheidung erwischte auch die IT-Branche kalt. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder äußerte die Befürchtung, dass sich Großbritannien von den Standards des digitalen Binnenmarkts en...

Um diese Inhalte abzurufen, registrieren Sie sich bitte für den kostenlosen Business Account.

Werbung

Mehr Artikel

Schlechte Arbeitsbedingungen schaden Freelancern. (c) pixabay
News

Gig-Economy gefährdet das Wohlbefinden

Die digitale Gig-Economy, in der Freelancer über Vermittlungsplattformen Aufträge finden, boomt weltweit. Doch oft sehr schlechte Arbeitsbedingungen gefährdeten auf Dauer das Wohlbefinden der Auftragsarbeiter, warnt eine aktuelle Studie der Universität Oxford. […]