Desktop-as-a-Service – wann lohnt sich der Einsatz?

Komplette Desktop-Umgebungen kostengünstig und flexibel als Cloud-Service nutzen: Das versprechen Anbieter von Desktop-as-a-Service (DaaS), darunter Amazon und VMware. Doch als Alternative zur klassischen Virtual Desktop Infrastructure (VDI) taugt DaaS derzeit nur bedingt, warnen Experten. Niedrigere Kosten sollten Unternehmen nicht erwarten. [...]

Desktop-as-a-Service - wann lohnt es sich? (c) pixabay
Desktop-as-a-Service - wann lohnt es sich?

Die Idee klingt verlockend. Statt eine teure und komplexe VDI-Umgebung aufzubauen oder physische PCs anzuschaffen, mieten Unternehmen beim DaaS-Anbieter ihres Vertrauens einfach Desktops in der Cloud. Bezahlt wird nach Nutzung, hohe Anfangsinvestitionen entfallen.
Mark Lockwood, Research Director beim Marktforschungs- und Beratungshaus Gartner, kann dem Konzept durchaus Positives abgewinnen. VDI verursache häufig mehr Kosten und bringe weniger Vorteile als erwartet. Unternehmen müssten zunächst in die Infrastruktur investieren und diese Aufwendungen über einen längeren Zeitraum abschreiben: "Sie geben Unsummen für Storage, Rechenleistung und Data Center aus, selbst wenn die Mitarbeiter die Ressourcen gar nicht nutzen. (…) Mit DaaS dagegen bezahlen sie nur, was sie tatsächlich brauchen, und das Monat für Monat."
Siehe dazu auch: VDI-Kosten - die große Unbekannte

Soweit die Theorie. In der Praxis gibt es einige Gründe, die gegen DaaS sprechen. In Sachen Funktionsumfang könnten aktuelle DaaS-Angebote noch längst nicht mit VDI mithalten, urteilt Lockwood: "Etliche Features, die On-Premise VDI-Lösungen von Citrix oder VMware heute bieten, können die Cloud-Provider noch nicht bereitstellen." Dazu gehörten beispielsweise diverse Anpassungsoptionen der virtuellen Desktops oder die volle...

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