DSGVO in der Arztpraxis

Arztpraxen weisen hinsichtlich Einwilligungen, Datenübertragungen und Gesprächen einige Besonderheiten auf. Wir zeigen Ihnen im Detail, worauf Sie als Arzt achten müssen. [...]

In der Arztpraxis ist besondere Sorgfalt hinsichtlich der DSGVO anzuwenden. (c) CW
In der Arztpraxis ist besondere Sorgfalt hinsichtlich der DSGVO anzuwenden. (c) CW

Einwilligungen sind beispielsweise nur im Zusammenhang mit Datenübertragungen oder mit Einsichtnahme in die Krankengeschichte anderer Ärzte erforderlich. Patientenaufruf, Gespräche in Behandlungs-Kojen usw. erfordern eine erhöhte Diskretion. Und das Recht auf Löschen kann erst nach Ende der im Ärztegesetz geregelten Dokumentationspflicht von zumindest 10 Jahren in Anspruch geltend gemacht werden.

Um die Frage nach Zuständigkeiten zu beantworten bedarf es zunächst einer Fallunterscheidung. Ein niedergelassener Arzt hat im Regelfall die Rechtsform eines Einzelunternehmers. Somit ist der Arzt, auf dessen Namen die Ordination angemeldet ist, Verantwortlicher. Das gilt auch dann, wenn er Vertretungsärzte einbindet.

Ambulatorien sind häufig nach dem Krankenanstaltengesetz mit unterschiedlicher Gesellschaftsform eingetragen, die häufigste Form ist die GmbH. Damit ist die GmbH der Verantwortliche.

Bei einer Ordinationsgemeinschaft wiederum benutzen mehrere freiberufliche Ärzte die gleichen Ordinationsräume. So lassen sich die Raumkosten (Miete) und die damit verbundenen Nebenkosten (Heizung, Strom, Reinigung) reduzieren. Ordinationsgemeinschaften werden als GesBR gegründet. Sollten mehrere Ärztinnen oder Ärzte gemeinsam eine Ordination führen, sind diese in der Regel gem...

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