Festplatte defekt – Datenrettung wie die Profis

Unnachgiebig nagt der der Zahn der Zeit an Datenträgern. Unter Linux gibt es bewährte Hausmittel, um Dateien behutsam von schadhaften Datenträgern zu retten, ohne dabei das Dateisystem weiter in Mitleidenschaft zu ziehen. [...]

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Alle Linux-Distributionen bieten ein ganzes Arsenal an Tools, die sich zur Datenrettung bei defekten Dateisystemen eignen. Dabei gilt es, mit den Reparaturaktionen direkt am Datenträger den Schaden nicht noch zu vergrößern. Je nach Schwere des Defekts sind bei der Wahl der Rettungsmethode zwei Szenarien zu unterscheiden:1. Das Linux-System kann den Datenträger ohne Fehlermeldung einhängen, aber einige Dateien sind nicht mehr lesbar. Typisch ist dieses Fehlerbild für optische Medien, USB-Sticks und Speicherkarten, wenn Partitionstabelle und Dateisystem ist noch weitgehend intakt sind, einzelne Sektoren jedoch nicht mehr. In diesem Fall stehen die Chancen gut, per Software einen Großteil der Daten vom Laufwerk zu retten.2. Es wird kein Dateisystem erkannt, und das System weigert sich, den Datenträger einzuhängen. Der mount-Befehl meldet ein ungültiges Dateisystem und einen unlesbaren Superblock („mount: wrong fs type, bad option, bad superblock“). Hier ist Vorsicht geboten, um das Laufwerk durch Reparaturversuche am Dateisystem nicht noch weiter zu beschädigen.SAFECOPY RETTET EINZELNE DATEIEN VON DER FESTPLATTEWenn der Datenträger noch eingehängt wird und der Zugriff auf eine Handvoll Dokumente scheitert, dann genügt es in vielen Fällen, gezielt die gewünschten Dateien vom Datenträ...

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