Führung auf Zeit und mehr Mitsprache für Mitarbeiter

Die Digitalisierung wirbelt viele Geschäftsmodelle durcheinander. Hierarchien ¬verlieren an Bedeutung, Mitarbeiter verlangen mehr Einfluss, und viele Führungspositionen gibt es nur noch auf Zeit. [...]

Neue Führungsstile durch Digitalisierung (c) pixabay
Neue Führungsstile durch Digitalisierung

Die Digitalisierung lässt von der Indus­triegesellschaft nichts übrig", behauptet Alexander Markowetz. Der Informatiker und Digitalisierungsforscher aus Bonn kritisiert das phantasielose Lavieren vieler Führungskräfte und deren fehlende Strategie. Oftmals steckten Unternehmen in starren Hierarchien fest, während Startups ihre eingeführten Geschäftsmodelle fragmentierten und Teile davon als eigene Dienstleistungen über ihre Platt­formen anböten. Branchen wie der Buch- und Einzelhandel, Hotels und Taxiunternehmen lernten diese Lektion bereits schmerzhaft. Auch in Versicherungskonzernen oder der Automobilbranche geht die Angst um.
BRAUCHT MAN NOCH CHEFS?
Thorsten Petry, Professor für Organisation und Personal-Management an der Wiesbaden Business School, glaubt, dass die Digitalisierung Unternehmenskulturen und damit auch Führungs­stile verändern wird: "Keine Chefs mehr - das wird nicht funktionieren. Hierarchien verschwinden nicht vollständig", sagt Petry. Er präsentiert ein Fünf-Punkte-Modell für Führung, das die Elemente Vernetzung, Offenheit, Agilität, Partizipation und Vertrauen enthält.
In Workshops vermittelt Petry diese Idee den Unternehmen. Dabei räumt er ein, dass sich durch ein zweitägiges Seminar kein Unternehmen verändern lässt. "Viele Firmen haben erkannt, dass sie den...

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