Innovationen für den guten Zweck

Dank technischer Hilfsmittel ist unser Alltag komfortabler als jemals zuvor. Wirklich benötigen tun wir die meisten Neuentwicklungen wie Smart TV, Navigationsgeräte und Ultraschall-Zahnbürsten jedoch nicht. Im Ernstfall kommen wir auch ohne sie aus. Einige Innovationen scheinen mitunter dagegen bereits unverzichtbar zu sein, bevor sie flächendeckend eingesetzt werden. Beste Beispiele hierfür sind multifunktionale Roboter in der Alterspflege oder visuelle Notrufsysteme. [...]

Senioren-Roboter GiraffPlus mit italienischer Nutzerin. (c) CNR
Senioren-Roboter GiraffPlus mit italienischer Nutzerin.

Um zu erproben, wie Roboter und andere Geräte älteren Menschen helfen könnten, ein sichereres und unabhängigeres Leben zu führen, hat die EU 3 Mio. Euro in ein Projekt investiert, das sich GiraffPlus nennt. Das System umfasst u.a. einen Roboter, der älteren Menschen beim selbständigen Leben in den eigenen vier Wänden hilft. Die Technologie stellt etwa eine Verbindung zu Angehörigen, Freunden und dem Pflegepersonal her. Gleichzeitig überwachen tragbare Geräte und Sensoren in der ganzen Wohnung den Gesundheitszustand und die Tätigkeiten der betreuten Personen. Überprüft werden dabei u.a. der Blutdruck und der Blutzuckerspiegel. So kann das Pflegepersonal aus der Ferne das Wohlergehen der Personen überwachen und beispielsweise auch sehen, ob jemand gestürzt ist. Zudem ermöglicht der Roboter, der sich innerhalb der Wohnung fortbewegen kann, es Angehörigen, Freunden und dem Pflegepersonal, die Menschen virtuell zu besuchen."Die Leute fragen mich, warum ich nicht einfach bei meiner Tochter lebe, aber die hat schließlich selbst schon Enkelkinder und viel zu tun", sagt die 94-jährige Italienerin Lea Mina Ralli, die das System bereits seit mehreren Monaten erfolgreich nutzt. "Mit meinem geschätzten Assistenten, den ich 'Herrn Robin' nenne, sehe ich entspannter auf die nächsten Jahre – und...

Um diese Inhalte abzurufen, registrieren Sie sich bitte für den kostenlosen Business Account.

Mehr Artikel

Der Schlangenroboter kriecht dank Krigiami-Oberfläche.
News

Kriechender Schlangenroboter schafft 20 km/h

Schlangen und Kirigami, die japanische Papierschneidekunst, waren die Vorbilder für eine neuen geländegängigen Roboter. Wenn sich der Schlangenroboter streckt, verwandelt sich seine flache Kirigami-Oberfläche in eine 3D-Struktur, die sich wie eine Schlangenhaut an den Untergrund klammert und vorschiebt, ohne nach hinten wegzurutschen. […]