Memristoren: Die neuen Speicherchips mit Gedächtnis

Die Halbleiterindustrie arbeitet an einem Nachfolger für DRAM-Chips, der als nicht-flüchtiger Speicher Ladungszustände behält. Der Memristor wird sowohl Flash-Speicher als auch DRAM ersetzen und die Halbleitertechnologie revolutionieren. [...]

Werden herkömmliche Speicher bald von Memristoren abgelöst? (c) Fotolia
Werden herkömmliche Speicher bald von Memristoren abgelöst?

Ein aktueller PC mit SSD und Windows 8 benötigt nach einem Kaltstart rund 20 Sekunden zum Hochfahren. Und auch ein Android-Tablet dreht einige Sekunden an der Sanduhr, bis das Betriebssystem komplett vom Flash-Speicher geladen ist. Die Wartezeit während des Bootvorgangs könnte schon bald ein Anachronismus sein, denn die Speicherchips der Zukunft vergessen ihre Daten nicht mehr, auch wenn sie abgeschaltet sind.
"Memristor" heißt das neue Bauelemente, ein Kunstwort aus "Memory" (Speicher) und "Resistor" (Widerstand). Ein Memristor ändert seinen Widerstand abhängig von der Stärke des Stroms, der durch ihn fließt. Der Clou: Auch wenn der Strom abgeschaltet ist, geht die Information nicht verloren.
PASSIVES GEDÄCHTNIS
An vorhergehende Schaltungszustände kann sich ein Memristor also erinnern. Und genau das macht das bereits vor 40 Jahren konzipierte, aber erst jetzt serienreife Bauelement zum Träger einer neuen Hardware-Revolution: Sofort hochfahrende Computer mit nicht-flüchtigem RAM sowie energieeffiziente und winzige Speicherchips mit passivem Langzeitgedächtnis sind damit absehbarer Zeit möglich. Der Memristor eignet mit diesen Eigenschaften als leistungsfähigerer Nachfolger sowohl für DRAM als auch für Flash-Speicher.
DAS FEHLENDE ELEMENT
Über den Memristor wurde seit den 70er Jah...

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