Wie komplexe Supply-Chain-Netzwerke in der Spur bleiben

Die Auswirkungen des Erdbebens in Japan im vergangenen Jahr sind überall zu spüren. Insbesondere die Halbleiterindustrie mit Produktion vor Ort ist schwer getroffen. Ein weiteres Zeugnis des Wirkungsbereichs von Naturkatastrophen ist Sony. Das Unternehmen meldete im vergangenen Geschäftsjahr Verluste. Ein Grund: die Flutkatastrophe in Thailand. Weltweit stellen Unternehmen fest, dass ihre Lieferketten empfindlich auf wachsende Risiken reagieren. Mit welchen Konzepten und Werkzeugen können sie unkontrollierbare Ereignisse wie Naturkatastrophen entlang der Supply-Chain-Netzwerke in den Griff bekommen? [...]

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Doch nicht nur in fernen Ländern geschieht Unvorhergesehenes. Die gefährliche Kombination aus starkem Wind und heftigen Niederschlägen brachte vor einigen Wochen die Binnenschifffahrt in den Niederlanden zum Erliegen. Einige Kanäle in der Gegend um Enschede mussten erst kürzlich geschlossen werden, da die Deiche zu brechen drohten. Viele Unternehmen konnten ihre Containertransporte zwischen den deutschen Nordseehäfen und Rotterdam nicht über die gewohnten, kostengünstigen Wasserwege durchführen. Sie mussten den Landweg nutzen, was die Transportkosten um einige hunderttausende Euro in die Höhe getrieben hat.

Will man den Einfluss von Naturkatastrophen auf weltweite Lieferketten minimieren, muss man den Faden ganz am Anfang aufnehmen, beim ihrem 'wetterfesten' Design. Unternehmen betrachten bei ihrer Planung zwar Kostentreiber wie Produktionsmittel, Lagerbestände und Transportwege über die gesamte Lieferkette hinweg. Tritt jedoch eine Störung, beispielsweise eine Überschwemmung auf, dann fehlt diesen Unternehmen ein Notfallplan, mit dem sie das Risiko minimieren und die Situation in den Griff bekommen können. Es gibt einen Industriezweig, der vormacht, wie es richtig geht: "In der pharmazeutischen Industrie, wo sowohl die Verfügbarkeit der Produkte als auch zertifizierte Herstellu...

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