Wie man den digitalen Nachlass regelt

Nach einer Umfrage des deutschen Digitalverbandes Bitkom regelt nur eine Minderheit den digitalen Nachlass zu Lebzeiten, also damit, was nach dem Tod mit den eigenen digitalen Daten geschehen soll. [...]

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder: "Jeder sollte frühzeitig schriftlich festhalten
Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder: "Jeder sollte frühzeitig schriftlich festhalten

Was passiert mit dem eigenen Interneterbe nach dem Tod? Für viele Internetnutzer ist das unklar. So sagen laut einer Umfrage des Bitkom acht von zehn deutschen Internetnutzern (80 Prozent), dass sie ihren digitalen Nachlass noch überhaupt nicht geregelt haben. Dabei zeigt sich vor allem die jüngste und die älteste Generation relativ unbedarft. 88 Prozent der 14- bis 29-Jährigen und 96 Prozent der Generation 65 Plus, die im Internet aktiv sind, haben sich um ihren digitalen Nachlass noch überhaupt nicht gekümmert. Immerhin 9 Prozent haben ihren digitalen Nachlass bisher wenigstens teilweise, weitere 9 Prozent haben ihn vollständig geregelt. "Jeder sollte sich frühzeitig darum kümmern, das heißt schriftlich festhalten, wie und durch wen nach dem Tod die eigenen digitalen Daten verwaltet beziehungsweise gelöscht werden sollen", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Das könne ein Testament oder eine Vollmacht regeln, sofern die gesetzlichen Formvorschriften eingehalten werden. Vor allem für den Zugriff auf Online-Dienste wie Soziale Netzwerke, E-Mail-Konten oder Cloud-Dienste sollte man eine Regelung treffen, da die Erben nicht automatisch Zugang bekommen. "Im Gegensatz zum Erbrecht an Sachgegenständen gibt es noch keine gesetzlichen Regelungen zum Umgang mit dem digita...

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