Wir sind süchtig nach E-Mails

Aktuelle Studien und Selbstversuche bestätigen einen ernüchternden Trend: Mit E-Mails läuft die Kommunikation schlecht, ohne Mails aber gar nicht. [...]

(c) Rudolf Felser

"E-Mail: Wir kriegen einfach nicht genug davon", so lautet der Titel einer aktuellen Untersuchung von Adobe. Der Dokumentenmanagement-Anbieter befragte 400 Angestellte über 18 aus den USA über ihren Umgang mit elektronischer Post. Ergebnis: Die E-Mail durchdringt wie eine Sucht absolut alle Lebensbereiche. Die Befragten nutzen diese Art der Kommunikation nicht nur etwa sechs Stunden täglich im Büro, sondern sie checken den Posteingang auch daheim vor dem Fernseher, im Bett, im Badezimmer und am Steuer ihres Autos. Haviest Users sind die sogenannten Millenials, also Menschen um die 30. DIE MEISTEN WISSEN UM IHRE MAIL-SUCHTBemerkenswert ist, dass sich die Allermeisten über ihr Suchtverhalten im Klaren sind. Vierzig Prozent der Befragten haben schon einmal aktiv versucht, von der Droge herunterzukommen, indem sie sich selbst für einen oder mehrere Tage E-Mail-Abstinenz verordneten.Einerseits ist die Botschaft der Studie ("Ohne Mails können wir einfach nicht") wenig überraschend: Mit Adobe-Software hergestellte Dateien (wie Bilder oder PDFs) werden besonders gerne und häufig als Anhang versendet, das Unternehmen hat viel Zeit und Geld in Technologien investiert, mit denen sich solche Anhänge verschlüsseln oder anderweitig schützen lassen. An einem Ende der Mailkommunikation dürfte Ad...

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