007 darf nicht länger wild drauf los recherchieren

Vom britischen Geheimdienst GCHQ bezahlten Spionen ist es per Dienstanweisung ausdrücklich verboten, "die Datenbank zu nutzen, um in ihren eigenen Daten zu suchen (um zum Beispiel ihre Passnummer herauszufinden)". [...]

Die Zentrale des GCHQ (c) GCHQ
Die Zentrale des GCHQ

Wie „The Register“ berichtet, müssen Spione interne Richtlinien im Umgang mit großen Datensammlungen einhalten, die im Rahmen von Überwachungsprogrammen wie Tempora anfallen.

Mit den strengen Vorgaben will der Geheimdienst Ihrer Majestät sicherstellen, dass Missbrauch durch die Nutzung der Datenbanken verhindert wird. „Sie dürfen nicht auf die Datenbank zugreifen, um Informationen zu suchen, die nicht notwendig und angemessen für ihre derzeitige Arbeit sind“, heißt es in der Anleitung. Ebenso ist die „unnötige mittelbare Beeinträchtigung der Privatsphäre anderer“ auszuschließen.

Die Anweisungen gibt es offenbar aus gutem Grund. Denn wie es in dem Bericht heißt, hätten einige Spione in der Vergangenheit die Datenbank für private Zwecke verwendet und damit „Linien überschritten“. So sei es bereits vorgekommen, dass einige Agenten Adressen für private Zwecke recherchiert haben, um Geburtstagskarten zu versenden. Auch Passnummern von Bekannten sollen gecheckt worden sein, um persönliche Reisen zu organisieren.

„Bitte bedenken Sie, dass jede Suche das Potenzial hat, die Privatsphäre anderer Individuen zu gefährden, eingeschlossen Individuen, die nicht das primäre Ziel einer Suche sind. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie immer ein notwendiges geschäftliches Bedürfnis für die Suche haben“, heißt es unmissverständlich in dem bisher streng vertraulichem Handbuch. „Nutzer müssen sich jedoch bewusst sein, dass auch aus der Datenbank exportierte Informationen weiterhin auf Vorrat gespeicherte persönliche Informationen sind.“ (pte)

Werbung


Mehr Artikel

Proofpoint hat den Proofpoint Targeted Attack Protection Index (TAP) vorgestellt. (c) pixabay
News

Proofpoint führt Index zur Bewertung gefährdeter Mitarbeiter durch Cyberangriffe ein

Proofpoint hat den Proofpoint Targeted Attack Protection Index (TAP) vorgestellt mit dem IT-Security-Teams in den Unternehmen die aktuelle Gefährdung einzelner Personen im Unternehmen einschätzen können. Der Hintergrund ist die Strategie der Cyberkriminellen, nicht die technische Infrastruktur direkt anzugreifen, sondern über Mitarbeiter Zugang zu Systemen im Unternehmen zu erlangen. […]

(c) MariaDB
Whitepaper

Open-Source-Datenbanken für Unternehmen: MariaDB vs. Oracle MySQL vs. EnterpriseDB

In diesem Whitepaper vergleichen wir die Datenbanken von MariaDB, Oracle und EnterpriseDB: MariaDB TX, MySQL Enterprise Edition und EnterpriseDB Postgres Platform. Zunächst vergleichen wir di Geschäftsmodelle und Lizenzen und gehen dann genauer auf die folgenden Datenbankfunktionen ein: Notfallwiederherstellung, Hochverfügbarkeit, Sicherheit, Firewall, Leistung und Skalierbarkeit, Entwicklung, Oracle-Kompatibilität […]

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .