3D-Druckdienste: Chance für Kleinunternehmen

Die Kombination der Trend-Technologien 3D-Druck und Cloud Computing eröffnet kleineren Unternehmen ungeahnte Chancen. Denn immer mehr 3D-Druck-Dienstleister wie Shapeways, Cubify und Sculpteo bieten eine einfache, günstige Möglichkeit der Fertigung, berichtet das "Wall Street Journal". Somit wird es auch für Unternehmen, die sich keinen eigenen 3D-Drucker leisten könnten, möglich, ohne viel Geld neue Produkte zu launchen. [...]

3D-Drucker: Produktion on Demand ermöglicht neue Geschäftsideen. (c) Oleksiy Mark - Fotolia.com
3D-Drucker: Produktion on Demand ermöglicht neue Geschäftsideen.

„Für Kleinunternehmen und Gruppen in Firmen werden 3D-Dienstleistungsbüros eine wachsende Rolle spielen“, ist Gartner-Analyst Pete Basiliere überzeugt. Denn solche Angebote eröffnen neue Wege, Prototypen und Produkte zu fertigen. Zudem wird es möglich, kostengünstig Markttests von Designs durchzuführen. Da nur auf Bestellung produziert wird, müssen sich Kleinunternehmer nicht mit Lagerverwaltung herumärgern. Zudem übernehmen manche 3D-Druck-Dienstleister auch Logistik und Rechnungsstellung, sodass sich Unternehmer ganz auf die Kernbereiche wie das Produktdesign konzentrieren können.

Wie 3D-Druck-Services das Umsetzen einer Geschäftsidee erleichtern, zeigt der von Quadcopter-Fans gegründete Drohnen-Zubehör-Anbieter Fusion Imaging. Warren Alexander und Hayden Bao haben 2014 eine Möglichkeit gesucht, leichter Schutzbügel für die Rotoren ihrer Drohnen anzubringen. Sie haben ein passendes Design entwickelt und bei Shapeways hochgeladen. Das war der Anfang eines Geschäfts, das laut Alexander bereits 3.000 Stück Drohnen-Zubehör verkauft hat, mit Kunden in 70 Ländern.

Während Anbieter wie Fusion Imaging ihre Produkte entwickeln und sinnvoll druckbare Designs gestalten müssen, übernimmt Shapeways die komplette Bestellungsabwicklung. Kauft ein Kunde über Shapeways einen Gegenstand, wird dieser vom amerikanisch-niederländischen Dienstleister gedruckt, verpackt und verschickt. Den Preis für den Endkunden legt dabei der Anbieter des Designs fest – mit einer beliebig hoch angesetzten Handelsspanne über den von Shapeways berechneten Druckkosten. Der Dienstleister nimmt dabei zusätzlich 3,5 Prozent Kommission.

Ein Vorteil von 3D-Druck-Services ist auch, dass sie den finanziellen Aufwand und die Risiken für Kleinunternehmer überschaubar machen. „Unsere Startup-Kosten waren nur 100 Dollar im Monat für Webhosting“, sagt Robert Blinn, Mitgründer des Schmuckanbieters Gotham Smith. Denn es ist im Gegensatz zu klassischer Fertigung nicht nötig, Waren auf Vorrat zu produzieren. So ist es möglich, die Nachfrage nach einem neuen Produkt günstig zu testen. Gibt es Bestellungen, ist es zudem einfach, Designs anhand des Kunden-Feedbacks anzupassen. Das macht es leichter, auch Produkte für Nischenmärkte anzubieten. (pte)

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