80 Prozent mehr Webangriffe in Österreich

Im ersten Quartal 2015 stieg im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres die Zahl der weltweit durchgeführten Internetattacken um ein Drittel. In Österreich stellte Kaspersky Lab für den Untersuchungszeitraum sogar einen Webangriff-Zuwachs um 80 Prozent fest. Dieses Wachstum übertrifft sogar Deutschland mit 69 Prozent. Insgesamt wurde zwischen Januar und März dieses Jahres 23 Prozent der österreichischen Kaspersky-Nutzer mindestens einmal über das Internet attackiert. Das geht aus dem aktuellen Malware-Report von Kaspersky Lab für das erste Quartal 2015 hervor. [...]

Deutlich mehr Angriffe in Österreich. (c) alphaspirit - Fotolia.com
Deutlich mehr Angriffe in Österreich.

Der Jahresbeginn war alles andere als ruhig: Laut dem Kaspersky Security Network wurden im ersten Quartal 2015 insgesamt 2,2 Milliarden gefährliche Attacken auf den Computern und mobilen Geräten der Kaspersky-Kunden blockiert; das sind doppelt so viele wie im ersten Quartal des vergangenen Jahres 2014. Hier werden Angriffe gezählt, die über das Internet oder lokal – zum Beispiel über infizierte USB-Sticks – ausgeführt werden.

Außerdem wurden laut dem http://www.viruslist.com/de/analysis?pubid=200883883 - external-link>Malware-Report 469 Millionen Attacken abgewehrt, die weltweit über Online-Ressourcen initiiert wurden; das sind 32,8 Prozent mehr als im selben Quartal des Vorjahres. Ein Blick nach Österreich zeigt: Hier wurden 3,8 Millionen Webattacken auf österreichische Kunden von Kaspersky Lab abgewehrt (2,1 Millionen im ersten Quartal 2014). 23 Prozent der österreichischen Kaspersky-Nutzer waren somit im ersten Quartal 2015 einer Attacke über das Internet ausgesetzt.

Weltweit wurden zudem 93 Millionen einzigartige URL-Adressen als gefährlich eingestuft, was im Vergleich zu den Monaten Januar bis März 2014 eine Steigerung um 14,3 Prozent bedeutet.

RUSSLAND HÄUFIGSTE QUELLE
Knapp 40 Prozent der weltweit von Kaspersky Lab geblockten Internetattacken gingen über in Russland angesiedelte Ressourcen. An zweiter Stelle folgen die USA (17,95 Prozent), an dritter die Niederlande (12,66 Prozent) und auf Rang vier Deutschland (6,91 Prozent).

Kaspersky Lab entdeckte im Untersuchungszeitraum weiters 103.072 neue mobile Schädlinge; das sind 6,6 Prozent weniger als im ersten Quartal 2014. Im Vergleich zum ersten Quartal 2014 lag die Steigerungsrate bei Bank-Trojanern für mobile Geräte bei 29 Prozentpunkten.

SPEKTAKULÄRE FÄLLE
Schon zu Beginn wurden spektakuläre Fälle enthüllt. So präsentierten die Experten von Kaspersky Lab im Februar 2015 ihre http://www.computerwelt.at/news/technologie-strategie/security/detail/artikel/109859-equation-group-20-jahre-cyber-spionage/ - external-link>Erkenntnisse über die so genannte „Equation Group“. Dahinter verbirgt sich ein Bedrohungsakteur, der hinsichtlich technischer Komplexität und Raffinesse alles bisher Bekannte in den Schatten stellt. Es gibt zuverlässige Hinweise darauf, dass die Equation Group mit anderen einflussreichen Gruppen wie beispielsweise mit den Betreibern von Stuxnet und Flame interagiert – wobei die Equation Group offenbar eine führende Position inne hatte.

Zeitgleich enthüllten die Experten des IT-Sicherheitsanbieters zusammen mit INTERPOL, Europol und Institutionen verschiedener Länder den http://www.computerwelt.at/news/technologie-strategie/security/detail/artikel/109844-carbanak-der-groesste-online-bankraub-aller-zeiten/ - external-link>„Carbanak“-Fall. Carbanak gilt als die profitabelste cyberkriminelle Operation der Geschichte. „Kriminelle attackieren nun die Banken direkt, weil sie so unmittelbar an die Geldquelle gelangen. Zudem nutzen sie für ihre komplexen Attacken Techniken, die man aus dem APT-Bereich [Advanced Persistent Threats; 4] kennt“, sagt Costin Raiu, Director des Global Research and Analysis Team bei Kaspersky Lab.

Zudem sorgte die Enthüllung der arabischen Cyberspionagegruppe „Desert Falcons“ für Aufmerksamkeit. Diese Operation richtete sich gegen verschiedene hochrangige Organisationen und Einzelpersonen im Nahen Osten. „In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Cyberbedrohungsakteure beobachtet, die anscheinend mehrere Sprachen fließend beherrschten – zum Beispiel Russisch, Chinesisch, Englisch, Koreanisch oder Spanisch. Im Jahr 2015 sahen wir erstmals Cyberattacken, bei denen Arabisch und Französisch ,gesprochen‘ wurde. Die Frage ist, wer wird der nächste sein“, so Aleks Gostev, Chief Security Expert im Global Research and Analysis Team bei Kaspersky Lab. (pi/rnf)

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