Achtung vor Malware im Google Playstore: Angebliches Wallet stiehlt Bitcoin

Wieder einmal eine betrügerische Bitcoin-App: „Bitcoin Core“ übermittelt das Geld nicht an den dafür vorgesehenen Empfänger, sondern an Betrüger. [...]

Die Zukunftschancen von der Kryptowährung ist umstritten. (c) pixabay

Lädt man das Programm „Bitcoin Core – BTC Wallet“ auf sein Smartphone, um in weiterer Folge Kryptowährungen empfangen wie auch verwalten und versenden zu können, so freuen sich am Ende aber nur die kriminellen Köpfe hinter der Software: „Bitcoin Core“ ist nämlich kein digitales Portemonnaie, sondern eine Betrugssoftware, die man durchaus mit der damals gefälschten Version der „Metamask“-App vergleichen kann. 

Nutzer sollten immer auf Bewertungen achten

All jene, die auf der Suche nach einer Wallet sind, müssen besonders vorsichtig sein: Die Experten der Coin Company haben nämlich eine kompromittierte Wallet entdeckt – Nutzer der „Bitcoin Core“-App, die Kryptowährungen versenden, übermitteln das Geld nicht an den dafür vorgesehenen Empfänger, sondern an Betrüger, da hier gefälschte Empfängeradressen zum Einsatz kommen. Aufgrund der Tatsache, dass die App der beliebten Wallet „BRD“ extrem ähnlich sieht, muss man besonders achtsam sein: „BRD“ wurde bereits über 500.000 Mal im Google Play-Store runtergeladen und ist eine durchaus zu empfehlende Software – das wissen auch die Köpfe hinter „Bitcoin Core“, die sich daher am Design der erfolgreichen App orientiert haben. Zum aktuellen Zeitpunkt haben schon mehr als 1.000 Menschen „Bitcoin Core“ runtergeladen. 

„Man sollte nur bekannte wie auch gut bewertete Apps verwenden“, so die Experten der Coin Company. „Bitcoin Core“ hat aktuell zwei von fünf Sternen, „BRD“ hingegen vier von fünf Sternen. „Bitcoin Core“ wurde auch schon von den Experten der Coin Company gemeldet, jedoch hat Google noch nicht reagiert – die App kann daher noch immer im Google Play-Store runtergeladen werden. 

Der Fall „Metamask“

„Bitcoin Core“ erinnert sehr wohl an die betrügerische „Metamask“-Version. „Metamask“, eine legitime App, wurde kopiert und war dann in weiterer Folge im Google Play-Store als Schadsoftware verfügbar, mit der unbemerkt dann digitale Währungen gestohlen werden konnten. Auch wenn von einer „legitimen App“ gesprochen wurde, so verfolgte die App die Absicht, Kontodaten zu stehen, sodass auf einmal die Betrüger die Kontrolle über das Ethereum-Kapital hatten. 

Das betrügerischere Programm hat die Wallet-Adresse der Angreifer anstelle der eigenen Adresse kopiert und sodann in das Empfänger-Feld eingefügt. Somit landete das transferierte Geld immer in der falschen Wallet. Wer hier unachtsam war, hat am Ende nicht einmal mitbekommen, dass man  betrogen wurde – aufgrund der Tatsache, dass Empfängeradressen immer aus zahlreichen Zahlen wie Buchstaben bestehen, werden die Adressen meist nur kopiert und nicht manuell eingegeben. Somit ist der Betrug oft erst viel später bemerkt worden.

Man muss vorsichtig sein

Doch wie kann man sich vor betrügerischen Absichten schützen? Wichtig ist, dass sich die User mit den Sicherheitshinweisen auseinandersetzen. Man sollte sein Gerät einerseits immer mit Updates versorgen und so dafür sorgen, dass man bezüglich der Sicherheit immer am neuesten Stand ist, andererseits geht es auch darum, dass man die unterschiedlichen Apps miteinander vergleicht und auch einen Blick auf die Bewertungen wirft. Heutzutage ist es ausgesprochen gefährlich, wenn neuen Programmen das blinde Vertrauen geschenkt wird. Nur wer sich im Vorfeld informiert, kann mitunter ausschließen, dass sich im Hintergrund Kriminelle befinden.

Vor allem muss man davon ausgehen, dass nun auch wieder vermehrt betrügerische Programme auftauchen werden. Aufgrund des Umstands, dass sich der Bitcoin wieder auf der Überholspur befindet, wird die Zahl der Kriminellen steigen, die mit illegalen Mitteln den eigenen Bitcoin-Bestand aufbessern wollen. 

Wer über bekannte Plattformen, so etwa über Cryptosoft, investiert oder auch mit Kryptowährungen handelt, der weiß, dass sich der Markt der digitalen Währungen ständig in Bewegung befindet. Einmal geht es nach oben, dann folgt wieder der Absturz – lag der Bitcoin noch zu Beginn des Jahres bei 3.500 US Dollar, so kratzte er Ende Juni an der 14.000 US Dollar-Marke. Anfang Juli lag der Bitcoin bei rund 11.200 US Dollar.

Sollte man jetzt noch in den Bitcoin investieren? Folgt man den aktuellen Prognosen, so könnte die Kryptowährung noch in diesem Jahr die 20.000 US Dollar-Grenze überspringen – der Bitcoin scheint sich also erst am Beginn einer erfolgreichen Reise zu befinden. Doch Prognosen dürfen nie als Garantie gesehen werden. Das Risiko einer Trendumkehr darf also nie unterschätzt werden.


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