Aktion „IT for Refugees“

Flüchtlingen eine sinnvolle und nachhaltige Möglichkeit zur alltäglichen Beschäftigung bieten - das ist das Ziel der gemeinsamen Aktion "IT for Refugees" der Research Studios Austria Forschungsgesellschaft (RSA FG) und dem interfakultären Fachbereich Geoinformatik der Universität Salzburg (Z_GIS). In einem Arbeitslabor können Flüchtlinge mit IT Kenntnissen ihre Fähigkeiten anwenden und sich in einem Forschungsumfeld neu orientieren. [...]

(c) juniart - Fotolia.com

Seit drei Wochen gibt es im Research Studio iSPACE der http://www.researchstudio.at/ - external-link>RSA FG an Stelle des Innovationsinkubators ein Arbeitslabor. Computer, Internet und WLAN stehen zur Verfügung, bis zu 6 Arbeitsplätze sind nutzbar. In einer Vormittags- und Nachmittagsschicht kommen Flüchtlinge, die am Areal der Polizeidirektion in der Alpenstraße bei Regen und Sonne in Zelten hausen müssen, in eine sichere und stabile Arbeitsumgebung.

„Unser Ziel ist es, den jungen, zum Teil sehr hoch qualifizierten Menschen nach Kriegstrauma und Fluchtdrama möglichst schnell wieder auf die Beine zu helfen, ihnen eine Normalität von Arbeitsumgebung und Innovationsklima anzubieten“ sagt Prof. Dr. Peter A. Bruck, Geschäftsführer der RSA FG. „Der Kontakt mit gleichalterigen, jungen Forschern, die im Research Studio iSPACE oder auf der Uni am Z_GIS an spannenden Projekten arbeiten, soll ihnen helfen, damit sie sich eine Vorstellung machen können, wie wir in Österreich sind und wie Dinge hier funktionieren“.

Die Aktion wendet sich an Flüchtlinge mit Niederlassungswunsch und IT-Qualifizierung. Sie werden ehrenamtlich und mit großem Engagement von Mitarbeitern der beiden Forschungsorganisationen täglich 3 Stunden, 5 Tage die Woche betreut.

In der ersten Phase nützen fünf Flüchtlinge aus Syrien, Somalia und Afghanistan das Angebot. Wie wichtig und wertvoll eine sinnvolle Beschäftigung für sie ist, zeigen die ersten Erfahrungen. Im Laufe der letzten Wochen wurden bereits Lebensläufe erstellt, vorhandene Kenntnisse in Software-Programmen vertieft und Kontakte über Soziale Netzwerke gepflegt.

Hanna aus einem zerbombten Vorort von Damaskus sagt: „Ich habe als Interior Designer gearbeitet und man wollte mich zwingen, eine Maschinenpistole statt den Computer in die Hand zu nehmen. Zu Hause ist alles zerstört, hier kann ich erstmals seit drei Jahren wieder etwas Sinnvolles machen. Hier will ich bleiben.“

Die Aktion zur Integration soll in den kommenden Wochen ausgebaut werden. Die RSA FG sucht dafür Partner. Neue Kapazitäten für Teilnehmer sollen geschaffen werden und weitere Flüchtlinge sollen die Möglichkeit erhalten, mit „IT for Refugees“ in ihrer Zukunft in Österreich anzukommen. (pi)

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