All-in-One-Plattform löst IT-Fachkräftemangel

Die Low-Code-Plattform von Outsystems verbindet ab sofort Pro-Code-, No-Code und Low-Code-Funktionalitäten, was die Entwicklung auch für Nicht-IT-Profis möglich macht. [...]

Programmieren geht auch einfacher: Mit Low Code können auch Nicht-Profis Applikationen erstellen.
Der physische Verlust oder Diebstahl von Geräten wie Handys und Laptops ist für viele Unternehmen ein sehr ernstes Problem. (c) Pixabay

Dadurch, dass jetzt auch sogenannte Citizen Developern die Möglichkeit haben, Anwendungen mit der Low-Code-Plattform von OutSystems zu erstellen, löst der Anbieter eine der größten Herausforderungen der IT-Branche: fehlende Fachkräfte. Während die IT die Kontrolle über die Governance behält und die App-Qualität sicherstellt, können Citizen Developer eine Vielzahl von Anwendungen selbst erstellen. Damit unterstützen sie geschäftskritische Unternehmensprozesse sowie die Geschwindigkeit und Agilität im Bereich Anwendungsentwicklung.

Bedarf an Anwendungen steigt

Die Nachfrage nach neuen digitalen Lösungen wächst permanent. Die IT-Abteilung muss neue Möglichkeiten finden, dieser gerecht zu werden. Der MINT-Frühjahrsreport des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) verdeutlicht, wie dramatisch die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage innerhalb von nur vier Jahren gewachsen ist: Inzwischen fehlen in Deutschland fast 60.000 IT-Fachkräfte, was mehr als das Dreifache des Wertes aus dem Jahr 2014 ist. Zu dieser Entwicklung passt die Prognose von Gartner, dass bis ins Jahr 2022 nicht IT-Fachkräfte, sondern Citizen Developer mehr als ein Drittel der Web- und mobilen Mitarbeiter-Apps erstellen werden. 

Neue Funktionsmerkmale

Nachfolgend die neuen Features, die Pro-Code, Low-Code und No-Code-Funktionen kombinieren:

  • Schnelle Erstellung neuer Web- und Mobile-Experiences: Ein neuer Experience Builder abstrahiert die Komplexität der Zusammenstellung mehrerer Teile der Schnittstellen, die für ein ansprechendes, passgenaues mobiles Erlebnis sorgen. Auf diese Weise können sich Entwickler jeder Skillebene auf das konzentrieren, was am wichtigsten ist: großartige Customer Experiences zu schaffen.
  • Automatisierung von Geschäftsprozessen: Ein neuer Workflow Builder abstrahiert komplexe Entwicklungsprozesse zu einem benutzerfreundlichen Assistenten, der es für jeden einfach macht, digitale Lösungen zu erstellen. Dieses Framework und der Editor ermöglichen es IT- und Nicht-IT-Anwendern, Arbeitsabläufe zu automatisieren und so Betriebskosten zu senken sowie die abteilungsübergreifende Kommunikation und Transparenz zu verbessern. Über ein Unternehmen verteilte Informationen lassen sich dazu nutzen, effizienter zu arbeiten.
  • Automatische Architekturverwaltung und Refactoring: Diese Funktion bietet intelligente Architekturempfehlungen für Apps, Transparenz über die technischen Schulden in einem Portfolio von Apps und ein KI-gesteuertes Architektur-Refactoring, um Probleme frühzeitig anzugehen. Unternehmen können die Herausforderung der wachsenden technischen Schuld vermeiden, IT-gestützte Services und Komponenten wiederverwenden und die Agilität von großen Anwendungen aufrechterhalten.

Mehrheit der Entwickler aktuell noch Fachkräfte

Der State-Of-Application-Development-Report von OutSystems unter über 3.300 IT-Fachkräften zeigt, dass die Mehrheit der Low-Code-Nutzer derzeit noch IT–Entwickler (69 Prozent) sind. Trotzdem arbeiten schon jetzt 44 Prozent der Business-Anwender in Kooperation mit der IT mit Low-Code – und genau das sind Citizen Developer. „Die Entwicklung der Citizen Developer ist kein neues Konzept. Self-Service–Tools für diejenigen, die keine IT-Fachleute sind, gibt es seit Jahrzehnten“, sagt Márcio Spinola, Leiter des Produktbereichs bei OutSystems. „Es war zu erwarten, dass sich kleinere abteilungsinterne Anwendungen, die echte Businessherausforderungen lösen, in Unternehmen wie ein Lauffeuer verbreiten. Aber binnen kürzester Zeit können sich viele der wichtigsten Prozesse und Daten eines Unternehmens über eine Vielzahl verschiedener Anwendungen und Systeme verteilen, die das Unternehmen nie als kritisch betrachtet hat. OutSystems bietet jetzt eine All-in-One-Plattform, die es Unternehmen erlaubt, die abteilungsinternen Anwendungen zu entwickeln und zu einer in sich konsistenten, sofort verfügbaren Gesamtlösung zu machen – ohne sie neu zu schreiben.“

Die Herrschaft über neue Anwendungen behalten

Unternehmen sollten allerdings unbedingt Kontrollen durchführen, um nicht dieselben Probleme wie in der Vergangenheit hervorzurufen, so der Ratschlag von Gartner. Dort hatten Self-Service–Tools wie Lotus Notes oder Microsoft Access zu Chaos geführt. Jason Wong, VP-Analyst von Gartner, erklärt hierzu: „Die IT muss in das Citizen Development eingebunden sein, sonst ähneln die Aktivitäten einer Schatten-IT.“  Spinola ergänzt: „Die Wurzeln von OutSystems liegen in der Erfüllung der Bedürfnisse von Pro-Entwicklern: Die Low-Code-Plattform soll es ihnen ermöglichen, jede Art von Lösung zu erschaffen – selbst kritische Geschäftsanwendungen. Wir verstehen die Herausforderungen, mit denen sie bei der Entwicklung von großen Applikationen für Millionen von Anwendern konfrontiert sind. Dieses Wissen haben wir in unsere neuen No-Code–Tools eingebracht, damit sich Anwendungen erstellen lassen, die auch wirklich robust sind. Dazu gibt es ein einzigartiges Governance-Tool, das einen vollständigen Überblick über Architekturprobleme in einem gesamten Anwendungsportfolio bietet. Es handelt sich dabei um eine künstliche Intelligenz, die automatisch Probleme antizipiert und angeht, bevor sie zum Tragen kommen.“ 

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