Angriff im Online-Segment: Axel Springer kauft N24

Der Axel-Springer-Verlag setzt seine aggressive Online-Strategie fort und verleibt sich den Nachrichtensender N24 ein. [...]

Das Axel-Springer-Haus in Berlin. (c) Axel Springer SE
Das Axel-Springer-Haus in Berlin.

Wie die Berliner heute, Montag, bekannt gegeben haben, soll N24 mit der „Welt“-Gruppe zusammengelegt werden. Ziel sei es, N24 als zentralen Lieferanten von Video- und Fernsehbildern für alle Marken des Verlagen zu positionieren. Die N24-Gruppe beschäftigt gegenwärtig rund 300 Mitarbeiter.

Dem Springer-Management nach soll die gemeinsame Redaktion, bestehend aus „Welt“- und N24-Kräften, künftig die journalistischen Inhalte beider Marken für alle digitalen Kanäle und für die Printprodukte der „Welt“-Gruppe produzieren. Ein Springer-Sprecher verweist darauf, dass im Zuge dessen die TV- und Programmredaktion für N24 für die TV-Formate sowie alle Bewegtbilder zuständig ist. Ziel des Zukaufs für Springer ist es, in Deutschland damit eine der größten multimedialen Redaktionen am Markt zu etablieren.

Der bekannte Nachrichtensender produziert auch die Hauptnachrichten für SAT.1, ProSieben und kabel eins. Wie viel Geld der Springer-Verlag für N24 am Ende auf den Tisch gelegt hat, darüber haben beide Seiten eigenen Angaben nach Stillschweigen vereinbart. Auch muss der Deal zuerst noch von den Wettbewerbshütern abgesegnet werden. Erst im Juli dieses Jahres wurde bekannt, dass Springer seine Regionalzeitungen und etliche Zeitschriftentitel an die Funke-Gruppe verkaufen will. Vor wenigen Tagen gab das Kartellamt dazu grünes Licht.

Auch wenn dem Verlagsriesen Springer wegen der getätigten Investitionen in Bezahlmodelle – unter anderem für die Webseiten der Bild-Zeitung und der „Welt“ – der Gewinn zusehends wegbricht, zeigt man sich weiter zuversichtlich. Das Digitalgeschäft wachse kontinuierlich. Im dritten Quartal reduzierte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 18 Prozent auf 123 Mio. Euro. Die Erlöse steigen hingegen um rund vier Prozent auf 816 Mio. Euro. (pte)


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