Angriffe auf IT-Sicherheit steigen, Budgets sinken

Die Zahl der Angriffe auf die IT-Sicherheit von Unternehmen ist im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen. Dies ist das Ergebnis des Global State of Information Security Survey, welche die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC jährlich zusammen mit den Fachmagazinen CIO und CSO durchführt. Dazu wurden im Frühjahr 2014 rund 9.800 IT-Verantwortliche in über 154 Ländern befragt, darunter 30 österreichische Unternehmen. [...]

Security-Budgets sinken. Ist das ein kluger Schachzug? (c) Bruno Delacotte - Fotolia.com
Security-Budgets sinken. Ist das ein kluger Schachzug?

Das zentrale Ergebnis: Im Jahr 2013 ist die Gesamtzahl der Angriffe auf die IT-Sicherheit von Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 48 Prozent auf 42,8 Millionen angestiegen. Dies entspricht 117.330 Angriffen pro Tag. Seit 2009 ist die Zahl damit sogar um 66 Prozent angestiegen. Trotz der zunehmenden Anzahl an Sicherheitsvorfällen sinken jedoch die Ausgaben für IT-Sicherheit. Zwar gaben 48 Prozent der Studienteilnehmer an, dass sie IT-Sicherheitsrisiken stärker wahrnehmen (2011: 39 Prozent). Dennoch sanken die Budgets für Security gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent.

Das deckt sich mit dem Ergebnis einer anderen aktuellen Studie: Laut der von Vanson Bourne im Auftrag von NTT Com Security durchgeführten „Risk:Value“-Studie steht Informationssicherheit auf der Gefährdungsliste der Unternehmen ganz unten. Führungskräfte ohne IT-Bezug unterschätzen demzufolge die langfrisitgen Schäden durch Verletzungen der Datensicherheit erheblich.

„Trotz knapper Budgets gilt: Informationssicherheit beschäftigt nicht länger nur die IT-Verantwortlichen und Sicherheitsexperten – bei den meisten Unternehmen ist das Thema inzwischen Chefsache. Das ist angesichts der massiv gestiegenen Schäden ein logischer Schritt. Der Markt für Informationssicherheit ist und bleibt daher ein wachsender Markt. Gerade der Boom bei Smartphones und Tablets verlangt von den Firmen eine Reaktion im Bereich IT-Sicherheit. Auch versichern sich Organisationen heute häufiger gegen Cyber-Schäden“, ist dennoch Andreas Plamberger, Head of Technology Consulting bei PwC Österreich, überzeugt.

MILLIARDENSCHÄDEN – DUNKELZIFFER NOCH HÖHER

Der Studie zufolge entstand 2013 weltweit ein Verlust von geschätzten 2,7 Mio. Dollar pro Angriff, das ist zum Vorjahr ein Anstieg von 34 Prozent. Dabei sind große Verluste zunehmend an der Tagesordnung: Die Zahl der Fälle mit einem Verlust von mehr als 20 Mio. Dollar stieg 2013 sogar um 92 Prozent. In der Summe betrug der Schaden, der durch den Verlust von Geschäftsgeheimnissen entstand, zwischen 749 Mrd. und 2,2 Billionen Dollar. Da viele Angriffe nicht gemeldet werden, liegt die Dunkelziffer der globalen Kosten durch Cyberkriminalität jedoch wohl um einiges höher, schätzt PwC.


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