Anyline punktet mit AI-Plattform mithilfe von IBM

Das österreichische Unternehmen Anyline, das 2013 gegründet wurde, baut seine Zusammenarbeit mit IBM aus, haben beide Unternehmen gestern Mittwoch am Rande des virtuellen IBM Cloud Summits bekannt gegeben. [...]

KI Knowhow aus Österreich. Anyline setzt dabei auf die IBM Public Cloud. (c) Anyline

Anyline hat eine mobile optische Texterkennung (Optical-Character-Recognition-Lösung – OCR) entwickelt und ist auf diesem Gebiet marktführend. OCR unterstützt Unternehmen und Institutionen bei der Transformation analoger Informationen – z.B von Ausweisdokumenten, Nummernschildern und Stromzählern in digitale Daten. Mithilfe der Anyline-Lösung können etwa Polizisten in Sekundenschnelle mit der Kamera ihres Mobiltelefons Führerschein-Dokumente scannen und die Daten des Fahrzeuglenkers überprüfen. Neben dem öffentlichen Sektor setzen auch einige internationale Konzerne wie Toyota, Pepsi und auch IBM auf die Expertise von Anyline.

„Man wird nicht um eine Cloud- bzw. Multicloud-Straegie herumkommen, wenn man Innovation haben will“, sagte Anyline COO Andreas Greilhuber gestern beim IBM Cloud Summit. Er war bis 2017 Mitglied der Geschäftsführung von IBM Österreich. Anyline setzt bei der Entwicklung seiner AI-Plattform auf IBM Watson Machine Learning, das zusammen mit Red Hat OpenShift in der IBM Public Cloud eingesetzt wird. Damit wird die Skalierbarkeit der Lösung zum Scannen alphanumerischer Zeichen unterstützt und die Markteinführungszeit verkürzt. Der AI-Trainer ermöglicht es den Kunden, ihre neuronalen Netzwerke selbst zu trainieren, sodass sie die Bereitstellung maßgeschneiderter Lösungen beschleunigen können.

Die Digitalisierung wird zu einem allgegenwärtigen Bestandteil des Arbeitslebens, aber für einen überraschend großen Teil der Belegschaft ist die Überprüfung und Aufzeichnung kurzer analoger Datenketten ein Kernbestandteil ihrer täglichen Aufgaben. Zum Beispiel nutzen dies Fabrikarbeiter für die Teile, die sie zusammenbauen, Zollbeamte für Reisepässe und Logistikmitarbeiter für Nummernschilder. Es handelt sich um eine Routineaufgabe, die zunehmend mit mobilen Geräten ausgeführt wird, aber bei der manuellen Ausführung dieser Aufgaben werden häufig menschliche Fehler – meist bei der Übertragung – gemacht. Schon ein einziges falsch geschriebenes oder getipptes Zeichen kann zu großen und potenziell kostspieligen Problemen führen.

Mit Anyline Trainer schneller zum Ziel

Das Training neuer Lösungen ist jedoch zeit- und ressourcenaufwändig. Anyline hat deshalb den Anyline Trainer entwickelt, um diesen Prozess zu verbessern. Diese Plattform verwendet eine Technologie für Deep Learning mit IBM Watson Machine Learning, die zusammen mit Red Hat OpenShift in der IBM Public Cloud eingesetzt wird, um einen Großteil des Schulungsprozesses zu automatisieren. IBM Watson Studio hilft bei der Erstellung, Ausführung und Verwaltung dieser KI-Modelle. Die Nutzung der IBM Public Cloud ermöglicht es Anyline, seine KI-Verarbeitungsfunktionen schnell zu skalieren und die Zeit bis zur Markteinführung neuer Lösungen in einer sicheren Umgebung zu verkürzen.

Mit der AI-Trainer-Plattform ist Anyline nun in der Lage, den Kunden die Möglichkeit zu bieten, ihre neuronalen Netze selbst zu trainieren und die AI-Fähigkeiten in ihre eigenen Lösungen zu integrieren. Der AI-Trainer nutzt IBM Cloud Kubernetes Services und Red Hat OpenShift in der IBM Public Cloud, um eine durchgängige Benutzererfahrung und Portabilität zu gewährleisten, auch wenn in hybriden Umgebungen oder bei verschiedenen Cloud-Anbietern gearbeitet wird.

„Wir haben den Anyline Trainer entwickelt, um die Vorteile der künstlichen Intelligenz für jedermann zugänglich zu machen, und zwar innerhalb von Stunden, und ohne dass man Fähigkeiten in maschinellem Lernen haben muss“, erklärte Lukas Kinigadner, CEO bei Anyline. Wolfgang Nimführ, Public Cloud Leader, IBM Österreich, lobt die Zusammenarbeit: „IBM und Anyline ergänzen sich in technischer und fachlicher Expertise mit Zugang zu einem weltweiten Expertenpool.“


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