Apple und Co. gewähren Identitäts-Dieben Kredit

Finanzierungs-Programme, wie etwa jenes von Apple, das es Studenten ermöglicht auf Kredit vergünstigt im Online-Store einzukaufen, werden von Identitätsdieben missbraucht. [...]

Finanzierungs-Programme werden von Identitätsdieben missbraucht. (c) Fotolia
Finanzierungs-Programme werden von Identitätsdieben missbraucht.

Einige persönliche Details reichen schon aus, um im Namen einer anderen Person einen Sofortkredit zu beantragen und so einen Einkauf auf fremde Kosten zu tätigen, wie die Huffington Post berichtet. Derselbe Trick kann auch bei Sofortfinanzierungsangeboten anderer Online-Anbieter verwendet werden. Die nötigen Informationen über die Opfer stammen oft von nicht ordentlich gelöschten Gebraucht-Computern und -Mobiltelefonen.

In den USA werden jedes Jahr zwischen acht und zwölf Mio. Menschen Opfer von Identitätsdiebstählen. Der wirtschaftliche Schaden beläuft sich in den USA laut dem Marktforschungsunternehmen Javelin Strategy & Research auf jährlich 18 Mrd. Dollar. Der durchschnittliche Schaden für die Opfer beläuft sich bei Betrugsfällen durch Online-Sofortkredite auf 1.357 US-Dollar. Apple-Produkte stehen aufgrund ihrer enormen Beliebtheit ganz oben auf der Einkaufsliste von Identitätsdieben. Zu schwache Sicherheitsvorkehrungen tragen ihr Übriges dazu bei.

Haben Kriminelle sich genügend persönliche Informationen über eine Person beschafft, können sie einfach auf apple.com einen Sofort-Kredit bei BarclayCard, einem Finanzierungspartner von Apple, beantragen. Laut Identity Theft 911 ist die Zahl der Missbrauchsfälle bei apple.com seit August drastisch gestiegen. Betrüger müssen für den Kredit lediglich genug wissen, um einige Fragen zur Person beantworten zu können. In den meisten Apple-Fällen beträgt die Schadenshöhe zwischen 1.500 und 2.000 Dollar. Mit dem Kredit kann beliebige Hardware im Online-Shop erstanden werden.

In vielen Fällen verschaffen sich die Kriminellen über gebrauchte Hardware Zugang zu den Daten ihrer Opfer. Second-Hand-Computer und -Handys sind oft eine wahre Goldgrube für Datendiebe, da die Vorbesitzer ihre Dateien meist nur schlampig und oberflächlich gelöscht haben. Dann ist es mit der entsprechenden Software ein Leichtes, den Inhalt der Datenträger – inklusive sensibler Daten – wiederherzustellen. Wer also gebrauchte Laptops, Mobiltelefone oder Tablets verkauft, sollte unbedingt darauf achten, die Geräte mit Spezialsoftware zur sicheren Datenlöschung zu reinigen. (pte)


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