ARMs „DynamIQ“: Mehr Leistung für KI-Systeme

Der Mikrochiphersteller ARM präsentiert mit "DynamIQ" eine neue Architektur für Multicore-Chips vorgestellt, die den Anforderungen der Industrie für die nächsten Jahre genügen soll. Sie verspricht eine flexiblere Ressourcenbereitstellung und eine bessere Unterstützung von KI-Systemen in Autos, Smartphones, Heimsystemen und anderen Geräten. [...]

ARM DynamIQ: Die neue Multicore-Mikroarchitektur soll insbesondere auf die Unterstützung von KI-Systemen optimiert sein. (c) ARM
ARM DynamIQ: Die neue Multicore-Mikroarchitektur soll insbesondere auf die Unterstützung von KI-Systemen optimiert sein.

„Die DynamIQ-Technologie ist eine monumentale Veränderung in der Multicore-Mikroarchitektur für die Industrie und die Basis für künftige ARM-Cortex-A-Prozessoren“, heißt es im Unternehmensblog. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung der 2011 vorgestellten „big.LITTLE“-Technologie. Im Prinzip geht es darum, für verschiedene Anwendungen möglichst effizient die nötigen Ressourcen bereitzustellen. Dazu setzt DynamIQ auf Multicore-Konfigurationen von bis zu acht Rechenkernen mit unterschiedlichen Performance- und Energieverbrauchs-Charakteristiken.
Diese Art von Aufbau ermöglicht beispielsweise, dass Smartphones bei Bedarf 4K-Videos verarbeiten können, über Nacht aber kaum Strom verbrauchen, da lediglich sehr energieeffiziente Kerne nötige Hintergrund-Prozesse ausführen. Cortex-A-Chips mit DynamIQ sollen speziell KI-Anwendungen besser unterstützen, z.B. in Autos oder diversen autonomen Systemen. ARM zufolge sollen Optimierungen innerhalb von drei bis fünf Jahren bis zu 50 Mal mehr Leistung ermöglichen als aktuelle Cortex-A73-basierte Chips. Die Ansprechzeit zwischen CPU und Beschleuniger-Hardware auf einem Chip werde bis zu zehn Mal schneller, was die Performance weiter verbessert.
Chips für alle Anwendungen
„ARM ist in einer einzigartigen Position, Rechenlösungen wie KI zu transformieren und zu beschleunigen, wo immer Berechnungen passieren, da es die einzige gemeinsame Architektur von Sensor bis Server ist“, so das Unternehmen. Nach 50 Mio. ausgelieferten Chips mit ARM-Architektur von 2013 bis 2017, soll DynamIQ die Architektur für doppelt so viele Chips in den folgenden vier Jahren sein. Immerhin kommt die Architektur bei den Chips diverser Hersteller wie Qualcomm, Nvidia, Samsung oder Apple zum Einsatz. Selbst der x86-Chipriese Intel hat im August 2016 angekündigt, künftig ARM-Prozessoren für Smartphones zu fertigen. Laut ARM dürften bis 2021 rund 100 Mrd. Chips mit ARM-Architektur ausgeliefert werden.


Mehr Artikel

News

Der Mensch hinter dem Computer

Unter dem Motto „Der Mensch hinter dem Computer“ veranstalteten die Stadt Wien, das Bundesrechenzentrum, die Donau-Universität Krems und der Chaos Computer Club am 27. November gemeinsam das elfte govcamp vienna. Es diskutierten Vertreter und Vertreterinnen aus Verwaltung, Wissenschaft und NGOs sowie Bürger und Bürgerinnen virtuell über die Zukunft der digitalen Gesellschaft. […]

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*