Ausblick 2018: Kumavision Country Manager Austria Helmut Rabanser

Die COMPUTERWELT hat 32 heimische Geschäftsführer über ihre Einschätzung zum Geschäftsjahr 2018 befragt. [...]

Helmut Rabanser ist Mitglied der Geschäftsleitung der KUMAVISION AG und verantwortet das Österreich-Geschäft des ERP- und CRM-Spezialisten. (c) Kumavision
Helmut Rabanser ist Mitglied der Geschäftsleitung der KUMAVISION AG und verantwortet das Österreich-Geschäft des ERP- und CRM-Spezialisten. (c) Kumavision
Was war Ihr spannendstes Kundenprojekt 2017?
Wir haben ein mittelständisches Maschinenbau-Unternehmen bei der digitalen Transformation begleitet. Der Austausch von sensorbasierten Maschinen- und Produktionsdaten über das Internet der Dinge hat ganz neue Geschäftsmodelle eröffnet, etwa die Vermietung von Maschinen mit nutzungsabhängiger Abrechnung oder die vorausschauende Wartung. Diese Möglichkeiten kann nun auch unser Kunde nutzen und gewinnt damit deutlich an Effizienz.
Mit welchem Thema/welchen Themen sollten sich Anwender 2018 unbedingt beschäftigen und warum?
Die Digitalisierung steht bei vielen Unternehmen jetzt schon ganz oben auf der Agenda – das wird im neuen Jahr auch so sein. Denn nachdem ERP-Systeme die erste Effizienzstufe in der Industrie gezündet haben, birgt die Digitalisierung von Geschäftsprozessen weiteres Potenzial. Die Bandbreite reicht dabei von der automatisierten elektronischen Kommunikation zwischen Geschäftspartnern über Dokumentenmanagement bis hin zu intelligenten Workflows, die Anwender gezielt unterstützen und komplexe Aufgaben vereinfachen. Das Thema ist für uns besonders relevant, da es nicht nur um monetäre Einsparungen geht, sondern vielmehr darum, die Agilität und damit die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen weiter zu stärken.
Wie sind Ihre Erwartungen bezüglich des kommenden Jahres und wie begründen Sie Ihre Einschätzung?
Die Nachfrage nach Cloud-Lösungen wird weiter steigen. Hier geht es nicht mehr um das „ob“, sondern um das „wie“.  Wir haben bei KUMAVISION daher unser Cloud-Angebot ausgebaut und bieten verschiedene Modelle von der Public über Private bis hin zur Hybrid Cloud an. Unternehmen können so Tempo und Umfang selbst bestimmen.
Ein spannendes Thema wird die Frage sein, wie künstliche Intelligenz in die Industrie Einzug hält. Unser Technologiepartner Microsoft bringt die von Smartphone und Windows bekannte Assistentin Cortana in die Business Software Dynamics NAV. Daraus entstehen ganz neue Möglichkeiten – nicht nur zur Unternehmenssteuerung, sondern auch für den Dialog mit Kunden und Partnern.
Wie lautet Ihr IT-Wunschzettel an die neue Regierung?
Drei Themen sind uns besonders wichtig: Breitbandausbau, Forschung und Entwicklung sowie Bildung. 
Eine schnelle Internetanbindung ist heute ein elementarer Standortfaktor. Daher sollte der Breitbandausbau weiter vorangetrieben werden. 
Immer kürzere Innovationszyklen verlangen zudem eine engere Vernetzung von Forschung, Entwicklung und Unternehmen. Ein Ausbau der staatlichen Förderung – nicht nur für die Grundlagenforschung, sondern auch für konkrete Innovationsprojekte – stärkt die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des IT-Standorts Österreich.
Ebenso wichtig für Österreich: Eine fundierte Ausbildung – besonders wichtig im Angesicht des anhaltenden Fachkräftemangels. Die Vermittlung digitaler Kompetenzen, die Auseinandersetzung mit neuen Technologien und das Durchführen eigener Projekte sollten daher ein zentraler Bestandteil von Schule, Ausbildung und Hochschule in Österreich sein.
Mit welchen Herausforderungen rechnen Sie im kommenden Jahr?
Internet der Dinge (IoT), Cloud, Smart Factory, künstliche Intelligenz, digitalisierte Prozesse und mobile Lösungen: Zahlreiche neue Technologien halten in den Unternehmen Einzug. Als zentrale Drehscheibe betrachten unsere Kunden dabei die ERP-Software, in der alle Fäden zusammenlaufen. Unser offenes Schnittstellenkonzept ist da eine große Unterstützung. Aber es warten noch zahlreiche spannende Herausforderungen, darauf freuen wir uns.  

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