Barracuda-Studie: Europäische Unternehmen setzen auf SD-WAN

87 Prozent der großen DACH-Unternehmen setzt bereits SD-WAN-Lösungen ein oder ist dabei, solche Lösungen zu implementieren. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Security-Spezialisten Barracuda Networks. [...]

Klaus Gheri, CEO der Barracuda Networks AG
Klaus Gheri, CEO der Barracuda Networks AG (c) Barracuda Networks

SD-WAN, das softwaregestützte Management von Unternehmensnetzwerken zumeist über die Cloud, ist längst kein Hype mehr. SD-WAN ist Mainstream in europäischen Unternehmen. Eine klare Mehrheit der großen Unternehmen in der DACH-Region (87 Prozent) setzt bereits SD-WAN–Lösungen ein oder ist in der Implementierungsphase. Das hat seinen Grund: Netzwerkverantwortliche stehen vor großen Herausforderungen. Unternehmensnetzwerke enden nicht mehr an Gebäuden. Mitarbeiter wollen heute überall arbeiten können. Dementsprechend verändert sich der Netzwerkrand von einem Gebilde mit klaren Grenzen zu einer sich ständig veränderten Wolke mit gummibandartigem Rand.

Moderne Unternehmensnetze: Mit VPN, MPLS & Co nicht mehr handhabbar

Mit traditionellen Technologien wie VPN oder MPLS lassen sich die neuen Anforderungen an das Unternehmensnetzwerk nicht mehr handhaben. Sie sind schlicht zu aufwändig und auf breiter Flur angewandt zu kostspielig. Fast alle Befragten in der Barracuda Studie (98 Prozent) kämpfen mit Herausforderungen. Das komplexe Unternehmens–WAN zu managen nannten dabei 43 Prozent der Unternehmensvertreter in der DACH-Region als größte Herausforderung. 35 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass das sich rasch ausdehnende Unternehmensnetzwerk zu ernsten Security-Problemen führt. Und ebenso viele Befragte (35 Prozent) empfinden es als große Herausforderung, Mitarbeitern einen Remote-Zugang zu geben, der gleichzeitig sicher ist.

Knapp die Hälfte (46 Prozent) der Unternehmen planen in den nächsten zwölf Monaten, in Secure SD-WAN zu investieren. Davon wollen 33 Prozent eine integrierte Lösung, die Advanced Firewall Security und SD-WAN in einer Appliance vereint, an jedem WAN-Edge-Gateway implementieren.

DACH-Unternehmen wissen um den Nutzen von SD-WAN

Die befragten Unternehmensvertreter in Deutschland, Schweiz und Österreich nannten bessere Schutzmöglichkeiten vor Malware und anderen Bedrohungen (76 Prozent), den sicheren Transport von Daten über das WAN (76 Prozent), eine bessere Verbindungsperformance (72 Prozent) und eine größere Performance auf Seiten der Applikationen (73 Prozent) als die vier wichtigsten Punkte im Entscheidungsprozess für eine SD-WAN–Lösung.

Auch Kostenfaktoren spielen eine Rolle, darunter geringere Betriebskosten für das Netzwerk (64 Prozent), weniger Aufwände für das Netzwerkmanagement – Stichwort: Zero Touch Deployment – (67 Prozent) sowie eine breitere Auswahl an Verbindungsmöglichkeiten wie normales Breitband, MPLS und mobile Breitbandanbindungen (61 Prozent). Die Unternehmen, die bereits SD-WAN implementiert haben, schätzten, dass sie mit SD-WAN in einem Jahr durchschnittlich 1,22 Mio. Euro (1,4 Mio. US-Dollar) an MPLS- und Netzwerkkosten einsparen konnten.

Klare Effizienzgewinne und Kostenersparnisse

Mehr als zwei Drittel der großen Unternehmen (65 Prozent) hat demnach bereits eine oder mehrere SD-WAN–Lösungen im Einsatz oder ist dabei, SD-WAN zu implementieren. Weitere 22 Prozent der befragten Unternehmensvertreter gaben an, in den kommenden zwölf Monaten SD-WAN einsetzen zu wollen.

Diejenigen Unternehmen, die bereits SD-WAN–Lösungen nutzen, spüren nahezu alle (99 Prozent) Verbesserungen, zum Beispiel:

  • Eine verbesserte Netzwerksicherheit (58 Prozent);
  • Eine höhere Flexibilität und Agilität des Netzwerks (55 Prozent);
  • Eine verbesserte Konnektivität im Ganzen (52 Prozent);
  • Eine bessere Performance auf Applikationsebene (49 Prozent).

Kosteneinsparungen sind vor allem auf Hardwareseite, bei Network Security Appliances, Routern und WAN-Optimierungs-Appliances, zu verbuchen. Außerdem konnten die SD-WAN-erfahrenen Unternehmen Kosten bei den Breitbandverbindungen und MPLS-Services einsparen.

Eine kleine Technologie-Elite treibt die SD-WAN-Entwicklung voran

42 Prozent der befragten Unternehmensvertreter ist der Ansicht, die Netzwerktechnologie SD-WAN in voller Gänze verstanden zu haben. Fast ebenso viele Befragte (47 Prozent) gaben an, SD-WAN gut zu verstehen, aber noch einige Lücken in ihrem Wissen zu haben. Dem entgegen steht die Forderung der Befragten nach mehr Training darin, wie SD-WAN im Unternehmen einzusetzen ist (59 Prozent der Survey-Teilnehmer und zwei Drittel aller europäischen Unternehmensvertreter). Es ist also offenbar so, dass einige wenige Spezialisten in den europäischen Unternehmen tiefgreifendes technologisches Wissen um das Deployment von SD-WAN angesammelt haben. Diese „SD-WAN-Elite“ treibt die Entwicklung voran. Offenbar sind die großen Business-Gewinne von SD-WAN Überzeugung genug, dem wenigen vorhandenen technologischen Wissen in der Breite zum Trotz.

Aber auch die Furcht, technologisch aufs Abstellgleis zu geraten spielt in dem breiten SD-WAN-Deployment in europäischen Unternehmen eine Rolle. 68 Prozent der DACH-Vertreter in der Barracuda Studie bejahten die Aussage „Das WAN meines Unternehmens wird veraltet sein, wenn wir nicht SD-WAN einsetzen, was bedeutet, dass wir hinter Wettbewerbern zurückfallen werden.“„Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass IT-Profis, die sich zunehmend auf SD-WAN verlassen, um ihre Netzwerkprobleme zu lösen, nach Lösungen suchen, die Sicherheit, Einfachheit und Kosteneinsparungen bieten“, sagt Klaus Gheri, VP, Network Security bei Barracuda, und fügt hinzu: „Barracuda erfüllt diese Anforderungen, indem es mit Barracuda CloudGen Firewalls eine All-in-One-Lösung anbietet, die heute benötigte Sicherheitsanforderungen mit SD-WAN kombiniert.“

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