„Beam me up, Scotty“: Teleportation funktioniert

Forscher der Universität Jena haben erstmals experimentell demonstriert, dass das Konzept der Teleportation nicht nur in der Welt der Quantenteilchen, sondern auch in jener der klassischen Welt Bestand hat. [...]

Teleportations-Forscher Marco Ornigotti (links)
Teleportations-Forscher Marco Ornigotti (links) und Alexander Szameit

Dazu haben die Experten einen besonderen Laserstrahl genutzt. „Ähnlich wie die physikalischen Zustände in einem Elementarteilchen, lassen sich auch die Eigenschaften von Lichtstrahlen miteinander verschränken“, erklärt Projektmitarbeiter Marco Ornigotti.

Als „Verschränkung“ bezeichnen die Physiker eine Art Kodierung. „Man verknüpft die zu übertragende Information mit einer bestimmten Eigenschaft des Lichts“, unterstreicht Ornigotti, der die Experimente für die nun vorgelegte Studie geleitet hat. Im konkreten Fall haben die Physiker Information in einer bestimmten Polarisationsrichtung des Laserlichts kodiert und diese mittels Teleportation auf die Form des Laserstrahls übertragen. Das berichten die Wissenschaftler im international renommierten Fachmagazin „Laser & Photonics Reviews“.

„Bei dieser Form der Teleportation können wir jedoch nicht beliebige Distanzen überspringen“, schränkt Physik-Professor Alexander Szameit ein: „Im Gegenteil, die klassische Teleportation funktioniert ausschließlich lokal.“ Doch genau wie im Teleporter des berühmten „Raumschiffs Enterprise“ oder bei der Quantenteleportation erfolgt die Informationsübertragung vollständig und sofort, ohne jeglichen Zeitverlust. Das macht eine solche Informationsübertragung für mögliche Anwendungen, etwa in der Telekommunikation, hochinteressant. (pte)

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