Big Data: Nachfrage nach Analysten überschaubar

Daten-Analysten müssen sich mit den Produkten der Anbieter auskennen und außerdem die Ergebnisse auch gut präsentieren können. [...]

Der universell ausgerichtete Big-Data-Analyst wird gesucht – aber nur selten gefunden. (c) Ben Chams - Fotolia.com
Der universell ausgerichtete Big-Data-Analyst wird gesucht – aber nur selten gefunden.

Die Nachfrage nach freiberuflichen Big-Data-Fachexperten in den Medien, Verbänden und der Wirtschaft ist in Deutschland trotz wachsender Datenberge nach wie vor überschaubar, wie Personalexperte Maximilian Nobis vom IT-Berater Harvey Nash im Gespräch mit der Nachrichtenagentur pressetext bestätigt. „In den vergangenen Monaten hatten wir eine einzige Anfrage“, beklagt Nobis. Die Suche nach qualifizierten Bewerbern gestalte sich schwierig.

Wenn man sich die einzelnen Themenbereiche betrachtet, die sich hinter dem Hype um Big Data verbergen, sieht es auf dem Kandidatenmarkt jedoch anders aus. Stichworte sind Data Warehouse, Business Intelligence, Dokumenten-Management oder soziale Netzwerke. „Bei der Auswertung von Datenmengen steigt die Nachfrage auf dem Personalmarkt seit einigen Jahren. Es geht um Analysten für Geschäftsführung, Vertrieb, Marketing, Kundenservice, Kommunikation oder Finanzen. Hier sind wir dauerhaft auf der Suche“, unterstreicht Nobis.

Nichtsdestotrotz sei es schwierig, die technische Expertise mit den fachlichen Anforderungen zu kombinieren: Denn es sei verstärkt zudem ein Typus gefragt, der die Ergebnisse auch gut präsentieren kann. Daten-Analysten müssten sich darüber hinaus mit den Produkten der Anbieter auskennen – also mit den Programmen von Firmen wie Microsoft, Oracle oder SAP. „Eine Herausforderung für die Fachkräfte ist der Umgang mit richtig großen Datenmengen, die weit über die Datenbanken von Organisationen hinausgehen“, stellt der Fachmann klar.

Den universell ausgerichteten Big-Data-Analysten wird man laut Nobis wohl auch in den kommenden Jahren nicht finden. Es gehe eher um Fähigkeiten, in interdisziplinären Teams arbeiten zu können und sich auszutauschen. „Alles andere ist utopisch. Eine Person wird niemals alle geforderten Qualifikationen mitbringen können“, resümiert der Harvey Nash-Manager. Big Data sei eher eine Klammer für unterschiedliche Einsätze. Die Marktforscher von Gartner erwarten bis 2015 in dem Bereich weltweit vier Mio. neue offene Stellen. Doch nur rund ein Drittel kann mit qualifizierten Kandidaten besetzt werden. (pte)

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