Blockchain weiß, ob Diamanten echt sind

Mit Blockchain-Technologie lassen sich Diamanten über Transaktionen verfolgen, um so deren Echtheit festzustellen. [...]

Eine digitale Verfolgung von Transaktionen stellt fest, ob Edelsteine tatsächlich original sind. (c) pixabay
Eine digitale Verfolgung von Transaktionen stellt fest, ob Edelsteine tatsächlich original sind. (c) pixabay

Diese Methode praktiziert das russische Startup BitCarat, gegründet von Absolventen der National University of Science and Technology MISiS. Dem Konzept nach werden Diamanten mit einem Code versehen, der in eine Datenbank eingespeist wird, zu der alle Marktakteure Zugang haben. Dadurch wird jede Transaktion verfolgbar und die Authentizität der Edelsteine garantiert. „Blockchain ist dafür die beste Methode, die ich kenne. Natürlich gibt es nie 100-prozentige Sicherheit, aber das ist die verlässlichste Art, Diamanten zu verifizieren“, sagt Blockchain-Experte Georges Grivas von der Hochschule Luzern im Gespräch mit pressetext. 

„Blockchain erlaubt es, Transaktionen und Informationen transparent, vertrauenswürdig und unveränderbar abzuspeichern. Da Diamanten immer eine einzigartige Beschaffenheit aufzeigen, könnten diese Informationen somit zur zukünftigen Verifizierung in einer Blockchain gespeichert werden. Der Diamant hätte somit einen digitalen Twin – insbesondere als Asset Backed Token ist dies sehr interessant und Blockchain hier die richtige Technologie. Nicht zu vergessen ist aber, dass ein geeigneter Governance-Mechanismus dafür etabliert werden muss, wie der digitale Twin erschaffen wird. Eine Art Auditing beim Herstellen des Tokens, damit die Diamanten auch tatsächlich in der Form existieren wie angegeben. Ist dies sichergestellt, ist er zukünftig tatsächlich digital und für immer verifizierbar“, erklärt Grivas.

Die Erfolgsgarantie des Start-ups ist das Konzept von Blockchain selbst. Etwas am System zu ändern, wie beispielsweise einen unechten Diamanten hinzuzufügen, verändert die gesamte Transaktionskette, was den Eingriff automatisch offenlegt. Das macht BitCarat zu einem greifbaren Beispiel für die praktische Verwendung von Blockchain.

Universale Nutzbarkeit

„Andere Anwendungen von Blockchain gibt es bei Banken, in der Logistik, im Versicherungswesen oder bei Transaktionen generell. Da Transaktionen rückverfolgbar und transparent sind, wird viel Vertrauen geschaffen, ohne dass ein dritter Vertrauenspartner notwendig ist“, meint Grivas.

Laut Grivas ist BitCarat mit diesem Konzept auf einem richtungsweisenden Weg, vor allem weil Blockchain erst am Anfang steht. „Die Technologie ist immer noch sehr neu. In ein paar Jahren wird Blockchain viel ausgereifter sein. Das Potenzial ist hier riesig, weswegen es auch definitiv wert ist, in Blockchain zu investieren. Blockchain wird oft mit dem Internet von vor 20 Jahren verglichen, als auch noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.“

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