Bürgerbeteiligung 4.0: cellent AG bringt FUPOL in die Cloud

Das EU-Forschungsprojekt FUPOL (Future Policy Modeling) ist erfolgreich abgeschlossen und weltweit bei Städten zur Verbesserung der Infrastruktur im Einsatz. Der Konsortialführer cellent AG Österreich bringt FUPOL in die SAP HANA Cloud und setzt 2016 auf das Zukunftsthema Internet of Things. [...]

FUPOL Konsortialführer cellent mit EU Kommission: v.l.n.r. Peter Sonntagbauer
FUPOL Konsortialführer cellent mit EU Kommission: v.l.n.r. Peter Sonntagbauer

Das 9 Millionen Euro schwere EU-Forschungsprojekt FUPOL ist nach vier Jahren Laufzeit unter Beteiligung von 17 internationalen Konsortialpartnern erfolgreich abgeschlossen und von der EU-Kommission abgenommen worden. Das Ergebnis ist eine IT-Lösung, die Politiker dabei unterstützt, bessere – weil bürgernahe – Entscheidungen zu treffen. FUPOL unterstützt den gesamten politischen Gestaltungsprozess: Von der automatischen Themenerkennung aus Social Media, Printmedien, Radio/TV und dem Dialog mit dem Bürger über die Analyse der gesammelten Daten bis zur Simulation der Auswirkungen von politischen Entscheidungen. Als Konsortialführer hat das IT-Beratungs- und Serviceunternehmen cellent AG Österreich die Kernkomponente der Lösung federführend entwickelt.

FUPOL IN DER PRAXIS

„Moderne Städte müssen sich ständig weiterentwickeln, um attraktiv für ihre Bürger zu sein. Mit FUPOL erfährt die Stadtregierung in gebündelter Form, was die Bürger bewegt. Die Politiker können daher frühzeitig auf Kritikpunkte reagieren und Ideen der Bürger aufgreifen“, sagt Josef Janisch, Vorstand der cellent AG Österreich. Weltweit ist FUPOL bereits erfolgreich bei zahlreichen Städten zur Verbesserung der Infrastruktur im Einsatz. Die Stadtregierung in Skopje nutzt FUPOL, um die Bedürfnisse und Ideen der Bürger zur Verbesserung des Radwegenetzes einfließen zu lassen und den Anteil der Radfahrer zu erhöhen. In der ostchinesischen Hafenstadt Yantai wird mit FUPOL das Verkehrschaos durch Parkraumbewirtschaftung bekämpft. Pegeia, eine der wichtigsten Touristendestinationen auf Zypern, setzt auf FUPOL, um den Tourismus nachhaltiger zu gestalten. Im Rahmen der Kooperation mit UN-Habitat können Slumbewohner in Mtwapa, nahe der kenianischen Großstadt Mombasa, mit dem Smartphone Missstände in der Infrastruktur melden, um so ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

FUPOL IN DER SAP HANA CLOUD

„FUPOL ist ein gelungenes Beispiel für die Verbindung der Technologiewelten von Java und SAP“, freut sich Josef Janisch. Die Java-Applikation FUPOL hat bereits das Interesse des Weltkonzerns SAP geweckt. Auf Einladung von SAP brachten cellent und ihre 100-Prozent-Tochtergesellschaft frontworx ihre Datenbank- und Java-Expertise in das „SAP HANA Cloud Platform Accelerator Program“ ein. Die Zusammenarbeit hat Früchte getragen: FUPOL ist nun – neben der On-Premise-Variante – auch auf der SAP HANA Cloud Platform (HCP) verfügbar. Mithilfe der HCP kann FUPOL noch besser in die bestehenden Geschäftsprozesse integriert und um zusätzliche Features erweitert werden. Die In-Memory Datenbank HANA ermöglicht Business Intelligence in Echtzeit und läuft sowohl mit als auch ohne Verwendung von klassischen SAP-Lösungen.

Josef Janisch weiter: „Die Verzahnung der unterschiedlichen Technologie-Welten wird immer wichtiger, man denke nur an die Trendthemen Big Data und Cloud Computing. Mit unserer kombinierten Expertise für Java, Microsoft und HTML (cellent) und SAP (frontworx) unterstützen wir unsere Kunden in vielen Bereichen – von Business Intelligence über Cloud bis zur Entwicklung von benutzerfreundlichen Oberflächen.“

ERWEITERUNG UM IOT

Nach dem erfolgreichen Projektabschluss des Forschungsprojekts werden die Erkenntnisse aus FUPOL weiter genutzt. „Soeben haben wir den Zuschlag für ein neues Innovationsprojekt der Europäischen Kommission erhalten. Als Konsortialpartner werden wir unsere Forschungsergebnisse aus FUPOL einbringen, mit dem Ziel, Entscheidungen im Katastrophenfall – z.B. Überschwemmungen – in besserer Qualität als bisher treffen zu können. Dazu wird FUPOL als Big Data Plattform sämtliche vorhandenen Informationen sammeln, aufbereiten und dem nationalen Katastrophen-Management zur Verfügung stellen. Auf Basis dieser Echtzeitinformationen können die Rettungsorganisationen ihre vorhandenen Mittel effektiver einsetzen. Das Gesamtsystem wird unter anderem auf Sensoren und Drohnen zur Situationsklärung zurückgreifen, d.h. wir erweitern FUPOL um Zukunftsthemen wie Internet of Things“, sagt Josef Janisch, Vorstand der cellent AG Österreich. (pi)

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