Carployee freut sich über insgesamt 650.000 Euro Förderung

Für die Weiterentwicklung der vielfach ausgezeichneten App Carployee erhält das zehnköpfige Carployee-Team rund um CEO Albert Vogl-Bader nun eine Förderung über 650.000 Euro Projektvolumen. Davon kommen 455.000 Euro direkt von der FFG, der Rest wird von Investoren bereitgestellt. [...]

Das Linzer Startup Carployee freut sich über den Zuschlag für ein großes FFG-Projekt. (c) Carployee

Das Linzer Startup Carployee (Ein Kunstwort aus Car und Employee), das 2018 gegründet wurde, sorgt mit seiner Mobility-Lösung bzw. Mitfahr-App für mehr Nachhaltigkeit auf Österreichs Straßen. Indem die App Mitarbeiter desselben Unternehmens zu Fahrgemeinschaften zusammenschließt, reduziert sie das Verkehrsaufkommen und damit den Co2-Ausstoß. Dadurch wurden allein heuer 13.000 Carpools mit mehr als 21.100 Fahrgästen gebildet und bereits 760.000 Kilometer bzw. 98.400 kg CO2 eingespart.

„Während Corona die Themenlandschaft überschattet darf ein wichtiges Anliegen nicht in Vergessenheit geraten: der Umweltschutz“, so Albert Vogl-Bader, CEO von Carployee: „Einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele basiert auf der Reduktion des Straßenverkehrs. Dazu leisten die öffentlichen Verkehrsmittel einen wichtigen Beitrag. Dennoch reisen immer noch viele Pendler mit dem Auto in die Arbeit.“ Gerade durch die Corona-Krise ist der Privat-PKW bei vielen wieder mehr im Einsatz – aber warum nicht Fahrgemeinschaften bilden? – so die simple Idee.

Genau hier setzt Carployee an: Die Mitfahr-App verbindet Fahrer und Mitfahrer innerhalb desselben Unternehmens zu Fahrgemeinschaften. Führende Großbetriebe wie Würth, AMAG Automobil und Motoren, Stihl oder Rosenbauer setzen bereits darauf und belohnen das Engagement ihrer Mitarbeiter mit speziellen Prämien wie Gutscheinen oder eigens reservierten Parkplätzen auf dem Firmengelände.

Kooperation mit der Uni Salzburg

„Die zielgerichtete Bestrebung von Carployee unterstützen unsere Vorgaben in der Bewältigung der Klimakrise. Mit Projekten wie diesem stärkt Österreich seine Rolle als treibende Kraft in der Bewältigung der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen“, begründet Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), die Förderung des Forschungsvorhabens. Daher stellt die FFG dem Linzer Startup die finanziellen Mittel zur Verfügung, um die Zusammenarbeit mit dem interfakultären Fachbereich für Geoinformatik der Universität Salzburg zu intensivieren. Dadurch erhält Carployee Zugriff auf wichtiges Know-how in den Bereichen Data Science, Geoinformatik und Simulationen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen die App während der 18-monatigen Projektdauer, um vielseitige Facetten bereichern: Ziel ist eine verkehrsmittelübergreifende Lösung für den optimalen Arbeitsweg. Relevante Faktoren sind dabei Kosten, Zeit und Umwelteffizienz.

Zusätzlich erhielt Carployee eine weitere namhafte Auszeichnung, die den eingeschlagenen Weg unterstreicht: Carployee trat beim 21. Energy Globe Oberösterreich Award gegen wegweisende Projekte aus 180 Ländern an. Dabei wurde das Linzer Startup, unter mehr als 300 Einreichungen, mit dem Ehrenpreis in der Kategorie „Luft“, ausgezeichnet. Die offizielle Verleihung des bedeutenden Umweltpreises fand gestern Mittwoch statt.

Großer Nutzen für alle Beteiligten

Die Erfahrung zeigt, dass Fahrer durchschnittlich ein bis zwei Mitfahrer mitnehmen. Gemeinsam haben die Nutzer von Carployee daher allein 2020 bereits 90.800 Euro für Treibstoff eingespart. Gleichzeitig wird – bei einer durchschnittlichen Distanz von 32,45 Kilometern bzw. einer Fahrzeit von 32,3 Minuten – damit der CO2-Ausstoß pro Mitfahrer im Schnitt um 4,67 Kilogramm reduziert. So sparen die Nutzer bares Geld, entlasten die Umwelt und erhalten zusätzlich noch Prämien von ihrem Arbeitgeber, der damit zusätzliche Anreize der Incentivierung seiner Mitarbeiter schafft – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.


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