(Nicht) Völlig losgelöst von der Erde

Die Astronauten auf der ISS sammeln Unmegen an Daten, die ausgewertet werden müssen. Mit Hilfe von Graphtechologie entwickelte die NASA eine Art NASA-Google-Maschine, mit der Mitarbeiter schnell und einfach auf Informationen zugreifen können. [...]

Die Astronauten, die sich in der Weltraumstation ISS aufhalten wie hier die Amerikanerin Christina Koch sammeln laufend Daten, die ausgewertet werden müssen. (c) NASA

Ein Haus in exklusiver Lage, einzigartig im Design, technologisch auf dem neuesten Stand und seit rund zwanzig Jahren ununterbrochen ausgebucht. Bei TripAdvisor würde ein solches Traumobjekt wohl mit seitenweisen Bewertungen und detaillierte Kommentare von Besuchern aufwarten. Vor allem dann, wenn es sich um ein „Haus“ handelt, das in 400 Kilometer Höhe mit 28.800 km/h um die Erde fliegt, für 100 Mrd. US-Dollar gebaut wurde und als Highlight für die Besucher jeden Tag 16 Sonnenauf- und Sonnenuntergänge zu bieten hat.

Die Rede ist natürlich von der Internationalen Raumstation ISS. Seit 2000 ist das größte künstliche Objekt im Erdorbit permanent besetzt und hat bereits über 236 Besucher aus insgesamt 18 Ländern empfangen. Von jedem Besatzungsmitglied werden ausführliche Berichte verfasst, die minutengenau über sämtliche Erfahrungen auf der Raumstation Auskunft geben – von der Beschaffenheit der Schlafkoje über die Qualität des Essens bis hin zu technischen Geräten an Bord. Mit Lob und Kritik wird dabei nicht gespart. So liegen der NASA insgesamt über 900.000 Berichte vor. Das entspricht in etwa 45 Ausgaben von „Die Buddenbrooks“, in denen die Syntax entschlüsselt, die zentralen Motive zusammengefasst und versteckte Bedeutungen interpretiert werden müssen.

Wie lassen sich s...

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