Chinesen planen Lieferdrohne für eine Tonne Waren

Großhändler JD.com will großflächiges Logistiknetz auf die Beine stellen. [...]

Auch Nahrungsmittel aus der Provinz sollen via Drohne transportiert werden. (c) JD.com
Auch Nahrungsmittel aus der Provinz sollen via Drohne transportiert werden.

JD.com, einer der größten Online-Händler Chinas, plant in Übereinkunft mit der Provinzverwaltung ein großflächiges Lieferdrohnen-Netzwerk für die Provinz Shaanxi. Dabei sollen Drohnen zum Einsatz kommen, die dem Unternehmen zufolge mehr als eine Tonne an Waren transportieren können. Die Fluggeräte sollen hochwertige Güter auch in entlegene Gebiete und im Gegenzug Nahrungsmittel in die Großstädte bringen. Geht es nach JD.com, wird Shaanxi nur den Anfang machen.

Fliegende Schwertransporter

Das für Shaanxi geplante Zustell-Netzwerk soll Drohnen-Stützpunkte in der ganzen Provinz umfassen und so in einem Radius von 300 Kilometern Routen abdecken können. Die geplanten Ein-Tonnen-Drohnen wären im Vergleich zu Amazons Zustelldrohen regelrechte Schwertransporter. „JD.com werden weltweit die Ersten sein, die Drohnenzustellung in diesem Maßstab testen. Uns schwebt ein Netzwerk vor, das Güter effizient zwischen Städten und in Zukunft auch zwischen Provinzen transportieren kann“, sagt Wang Zhenhui, CEO des vom Konzern neu geschaffenen Logistik-Arms JD Logistics.

Um die Entwicklung von Drohnen voranzutreiben, ist JD.com auch eine Partnerschaft mit der Xi’an National Civil Aerospace Industrial Base (XCAIB) eingegangen. So soll ein Forschungs- und Entwicklungscampus entstehen, der neben einem globalen Headquarter für JD Logistics auch Platz für JDs Big-Data- und Cloud-Computing-Geschäfte bietet. Die XCAIB wird demnach unter anderem 1.500 Quadratmeter Drohnen-Entwicklungsfläche und gut zwölf Hektar Testflug-Gelände stellen.

Wahre Logistik-Revolution
JD.com hat nach eigenen Angaben über 65.000 Mitarbeiter allein im Zustellbereich und könne damit 600 Mio. Chinesen Lieferungen am gleichen oder nächsten Tag bieten. Das geplante Drohnen-Netzwerk würde die logistischen Möglichkeiten, nicht nur des Konzerns, revolutionieren. Denn Wang zufolge soll es auch anderen Versendern zur Verfügung stehen – inklusive solchen, die nicht über JD.com handeln. Dazu, wann genau das Netz der Ein-Tonnen-Drohnen Realität werden soll, hat das Unternehmen allerdings noch keine Angaben gemacht.

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