Cloud-basierende Lösung für OP-Wartelisten

Informatik-Studenten an der TU Wien erstellen im Zuge einer Übung zur Vorlesung "Distributed Systems Engineering" eine Cloud-basierende Umsetzung von OP-Wartelisten. [...]

Cloud-basierende Umsetzung von OP-Wartelisten von Studenten der TU Wien. (c) Sergey Nivens - Fotolia.com
Cloud-basierende Umsetzung von OP-Wartelisten von Studenten der TU Wien.

Öffentliche OP-Wartelisten sollen die Transparenz für Patienten, die auf Operationstermine warten, erhöhen und Bevorzugungen bei der Reihung der Wartenden beseitigen helfen. Informatik-Studenten an der TU Wien erstellen im Zuge der Übung zur Vorlesung „Distributed Systems Engineering“ eine Cloud-basierende Umsetzung der OP-Wartelisten, die für alle beteiligten Rollen eine optimale Visualisierung und Benachrichtigung ermöglichen soll und durch die Vorteile der Cloud hochverfügbar ist und auch bei massiven Zugriffen immer ausreichend schnell arbeitet.

Johannes Weidl-Rektenwald, Lektor der Vorlesung an der TU Wien, betreibt als staatlich befugter beeideter und Ziviltechniker für Informatik ein IT-Architekturbüro. Auf der Suche nach einem aktuellen und praxisrelevanten Übungsbeispiel nahm er sich der OP-Wartelisten-Thematik an und erstellte eine interessante und herausfordernde Angabe – nicht zuletzt, weil die derzeitige Umsetzung seitens der Krankenanstalten nur wenig attraktiv erscheint. „Mich hat die hohe Qualität der Lösungen, die viele Studentengruppen abgeben, überrascht. Mit einer solchen Lösung könnten allen Benutzergruppen optimal agieren.“

Natürlich wird in der Vorlesung auf die Sicherheitsbedenken, die das Thema „Cloud“ vor allem im sensiblen Gesundheitsbereich hervorruft, eingegangen und wirkungsvolle Gegenmaßnahmen besprochen. Schwachstellen wie z.B. der OpenSSL „Heartbleed“ Bug haben aber gezeigt, dass Sicherheitsprobleme oft in jenen Bereichen auftreten, die nicht im aktuellen Fokus der Betrachtung stehen. „Mit einer österreichischen Cloud Lösung und den entsprechenden Sicherheits-Audits und Zertifizierungen könnte eine sichere und attraktive OP Wartelistenanwendung effizient umgesetzt werden“ meint dazu der Ziviltechniker und würde sich freuen, die gelungenste Lösung dem Bundesministerium für Gesundheit bzw. den Gesundheitsorganisationen der Länder präsentieren zu dürfen. (pi)


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