COMPUTERWELT Ausblick 2019: Helmut Rabanser von KUMAVISION Österreich

Die COMPUTERWELT hat gemeinsam mit 30 IT-Experten in die Zukunft geblickt. Lesen Sie hier, was Helmut Rabanser, Geschäftsführer von KUMAVISION Österreich, vom IT-Jahr 2019 erwartet. [...]

Helmut Rabanser ist Geschäftsführer von KUMAVISION Österreich und Mitglied der Geschäftsleitung der KUMAVISION AG. (c) KUMAVISION
Helmut Rabanser ist Geschäftsführer von KUMAVISION Österreich und Mitglied der Geschäftsleitung der KUMAVISION AG. (c) KUMAVISION

Welche IT-Themen werden für Anwender 2019 eine wichtige Rolle spielen und warum?
Nicht nur für uns als Microsoft-Partner wird Dynamics 365 eine zentrale Rolle spielen. Die Unified Platform von Microsoft verknüpft ERP–Software, CRM-Lösungen für Vertrieb, Service und Marketing, Office 365, Business Intelligence und weitere Applikationen auf einer hochmodernen Cloud-Basis. Das Besondere daran: Alle Applikationen arbeiten zukünftig mit derselben Datenbasis. Dynamics 365 erlaubt es, die für das jeweilige Unternehmen benötigte Lösung nach dem „Best-of-Breed-Konzept“ zusammenzustellen. Anstelle einer einzigen großen, individuell entwickelten Software, tritt ein flexibles – und vor allem nahtloses Zusammenspiel – verschiedener Lösungen, die aus der Cloud bereitgestellt werden. Unternehmen werden agiler und können schneller auf neue Anforderungen reagieren. Software-Einführungsprojekte werden zudem zukünftig von den Möglichkeiten der Plattform profitieren können. Die Zeiten komplexer Individualentwicklungen sind vorbei und Unternehmen werden sich eher an Werkzeugen aus der Plattform orientieren.

Gibt es IT-Themen, die Ihrer Meinung nach gehyped werden, diesen Hype aber gar nicht verdient haben?
Die Buzz Words „Digitale Transformation“ und „Industrie 4.0“ haben die Diskussion fast schon inflationär bestimmt. Wir realisieren seit über 20 Jahren erfolgreich ERP– und CRM-Projekte. Wenn wir hier Digitalisierung und Vernetzung nicht berücksichtigt hätten, hätten wir etwas grundlegend falsch gemacht. Abteilungsübergreifende Prozesse, der elektronische Datenaustausch mit Kunden, Lieferanten und Partnern, die Integration von Maschinen und Anlagen und die Interaktion mit Drittsystemen sind für uns seit Anfang an Standard. Neu sind hier lediglich die Begrifflichkeiten. Der Hype um diese Themen hat aber auch eine positive Seite: Das Bewusstsein für herstellerübergreifende Standards wird gestärkt.

Wie helfen Sie Ihren Kunden, ihren Datenschatz zu heben, sprich das Optimum aus ihren Daten herauszuholen?
Wenn Daten das Öl des 21. Jahrhunderts sind, dann sind Prozesse das Gold des 21. Jahrhunderts. Denn Daten können nur so gut sein, wie die Prozesse, auf denen sie letztlich basieren. Wir legen daher in einem ersten Schritt großen Wert auf die Prozessqualität und Prozessoptimierung. Unsere Consultants greifen dabei auf die Erfahrung aus über 1.600 ERP– und CRM-Projekte zurück. Mit Best-Practice-Prozessen sorgen wir nachweislich für schlanke und transparente Unternehmensabläufe. Als einer der wenigen ERP-Anbieter haben wir ein eigenes Team für Business Intelligence und sind so in der Lage, die unternehmensweit anfallenden Daten optimal aufzubereiten, auszuwerten und bereitzustellen. Unsere Kunden erhalten damit eine belastbare Basis für operative und strategische Entscheidungen. Wichtig: Die Zeit der endlosen Zahlenkolonnen ist endgültig vorbei. Gefragt sind interaktive Lösungen, die visuell ansprechende Darstellungen bieten. Unsere Kunden müssen dabei nicht auf der grünen Wiese starten. Wir haben Templates für verschiedene Branchen entwickelt, die alle relevanten Kennzahlen (KPI), Reports und Auswertungen beinhalten. Damit lassen sich Business-Intelligence-Projekte schnell und einfach umsetzen.

Inwiefern beeinflusst künstliche Intelligenz heute schon die von Ihnen angebotenen Produkte und Services?
Unser Technologiepartner Microsoft investiert massiv in künstliche Intelligenz. So hält die aus Windows bekannte Assistentin Cortana jetzt auch in die Business-Software Einzug. Cortana erlaubt es bereits heute, Fragen in natürlicher Sprache zu stellen. Sie können beispielsweise in der Business-Intelligence-Lösung Microsoft Power BI einen Report über die Frage „Welche Produkte verkaufen sich in welcher Region am besten“ starten. Andere Beispiele sind die optimierte Tourenplanung für den Außendienst oder auch die im industriellen Umfeld eingesetzte Bilderkennung, um etwa fehlerhafte Teile bereits in der Fertigung automatisiert zu erkennen.

Kann man als Unternehmen ohne Cloud künftig noch überleben? Wenn ja wie bzw. wenn nein warum nicht?
Lösungen aus der Cloud haben bei uns in den vergangenen Jahren gleichermaßen ihre Flexibilität, Sicherheit und Performance eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Frage lautet nicht daher nicht mehr „ob“, sondern „wie“. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Kunden das Betreibermodell selbst gestalten können. Gerade Hybrid-Lösungen – also die Mischung aus klassischen lokalen Installationen (On Premise) und Cloud-Angeboten – sind für den Mittelstand eine interessante Option, die IT zukunftssicher zu gestalten. Eines ist klar: Cloud um der Cloud willen ist keine gute Idee. Im Vordergrund muss immer der Nutzen für den Kunden stehen. Wir decken daher bei unseren Lösungen alle gängigen Szenarien ab.

Was war ihr persönliches IT-Highlight des Jahres 2018?
Auf Produktseite ist das sicherlich unsere Neuentwicklung KUMAVISION project 365. Microsoft hat dieses Jahr Dynamics 365 Business Central, den Cloud-basierten Nachfolger von Microsoft Dynamics NAV vorgestellt. Business Central bringt zahlreiche Standardfunktionen mit, ist aber branchenneutral. KUMAVISION hat als einer der weltweit ersten Microsoft-Partner eine ERP-Branchenlösung für Dynamics 365 Business Central als vollständiges SaaS-Modell entwickelt. Unsere Lösung project365 richtet sich an alle Unternehmen, die mit Projekten arbeiten, also Ingenieurbüros, Beratungsunternehmen sowie IT- und Softwarehäuser. Unsere Kunden profitieren mit project365 doppelt: Einerseits haben Sie Zugriff auf die hochmoderne Unified Platform von Microsoft und die gesamte Dynamics 365-Anwendungen, andererseits erhalten Sie eine Branchensoftware, die zahlreiche Best-Practice-Prozesse mitbringt und exakt auf die branchenspezifischen Anforderungen abgestimmt ist. Unternehmen können damit sofort produktiv arbeiten, langwierige Anpassungen und individuelle Programmierung sind nicht mehr erforderlich.

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