COVID-19: UV-Drohne desinfiziert Innenräume

Die UVC-Bestrahlung durch ein Gerät von Digital Aerolus verspricht eine Desinfektionsrate von 99 Prozent. [...]

UV-Quadcopter: verspricht Coronavirus-Abhilfe. (c) digitalaerolus.com

Das Unternehmen Digital Aerolus hat mit der „Aertos 120-UVC“ eine Drohne entwickelt, die helfen soll, in Zeiten der COVID-19-Pandemie Innenräume zu desinfizieren. Dazu setzt sie im Gegensatz zu bereits an manchen Orten im Freien genutzten Sprühdrohnen auf eine Bestrahlung mit UV-C-Licht. Dies soll eine sinnvolle Drohnen-Desinfektion unter anderem in Lagerhallen, Supermärkten, Spitälern und Kitas ermöglichen.

Desinfektion für drinnen

Angesichts der COVID-19-Pandemie kamen beispielsweise in China und Indonesien schon Sprühdrohnen zur Desinfektion zum Einsatz, auch Spanien testet. Allerdings ist dieser Ansatz nur fürs Freie praktikabel. Erstens sind Sprühdrohnen mit Flüssigkeitstanks relativ groß, zweitens wäre es in Innenräumen nicht günstig, großflächig Flüssigkeit zu versprühen. Digital Aerolus setzt daher alternativ dazu auf UV-C-Licht. Dieses wird im Rahmen der Corona-Krise beispielsweise schon genutzt, um Schutzkleidung von medizinischem Personal mittels Handgeräten zu desinfizieren.

Für die Artos 120-UVC verbaut das Unternehmen daher 36 starke UV-LED-Lichtquellen in seine industriell bewährte Drohnenplattform. Diese nutzt eine KI für vollautonome Navigation auch in relativ beengten Innenraum-Umgebungen, sodass die Desinfektions-Drohne in diesen problemlos zurechtkommen sollte. Fliegt diese dann fünf Minuten lang 183 Zentimeter über einer Oberfläche, so erreicht sie laut dem Hersteller eine Desinfektionsrate von über 99 Prozent für eine Fläche von zwei Quadratmetern.

Breites Anwendungspotenzial

Ab Mai will Digital Aerolus die Desinfektions-Drohne in größeren Stückzahlen ausliefern. Das Anwendungspotenzial scheint gerade während der langsamen Rückkehr zur Normalität groß. Denn die Drohne könnte nicht nur in medizinischen Einrichtungen zum Einsatz kommen, um Flächen autonom und berührungslos zu desinfizieren. Das Unternehmen verweist beispielsweise auf den Kassenbereich in Supermärkten, Sitzflächen in öffentlichen Transportmitteln, geteilte Bereiche am Arbeitsplatz wie die Toilette oder Pausenräume sowie auf Demo-Videos aus einer Kita.


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1 Comment

  1. Klingt zwar großartig, aber leider zur Virendesinfektion nicht einsetzbar. So genannt UV-C LEDs (sogar von renommierten Herstellern) strahlen bei 275nm-286nm ab und das bei einer sehr geringen UV-C Abstrahlleistung. Das ist aktuell quasi die untere Grenze für LEDs. Um Viren zu töten wird aber eine Wellenlänge von 254nm benötigt (siehe Wikipedia – „Ultraviolettstrahlung“). Das kann leider mit LEDs aktuell noch nicht realisiert werden.

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