Cultural Fit noch Stiefkind in der IT-Branche

Obwohl die IT-Unternehmen und -Personalberater Cultural Fit im Recruiting für sehr wichtig halten, nutzen die meisten noch keine standardisierten Verfahren, um die kulturelle Passung von Bewerbern sicherzustellen. Zu diesem Ergebnis kommt die "360ᴼ Cultural Fit-Studie für die IT-Branche", die die SAP-Personalberatung Hype durchgeführt hat. [...]

Der Großteil der IT-Arbeitgeber ist überzeugt
Der Großteil der IT-Arbeitgeber ist überzeugt
Dabei zeigt sich der Großteil der befragten IT-Arbeitgeber und -Recruiter überzeugt, dass die kulturelle Übereinstimmung von Bewerbern und Unternehmen zu einer höheren Bindung, Motivation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter führt. Als weitere Vorteile werden geringere Fluktuationsraten und Recruiting-Kosten genannt. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass bei der Personalauswahl neben der fachlichen Eignung der Kandidaten (Professional Fit) gezielt auch gemeinsame Werte, Normen und Einstellungen berücksichtigt werden. Dies lässt sich am besten mit standardisierten Verfahren und Werkzeugen erreichen.  
Trotzdem lehnen mehr als 75 Prozent der IT-Arbeitgeber und –Recruiter den Einsatz  IT-gestützter Methoden zur systematischen Cultural Fit-Messung ab. Bevorzugt werden stattdessen noch klassische Interviews, CV-Analysen, Probetage, Referenzen und Persönlichkeitstests. 55 Prozent der IT-Unternehmer und -Personalberater ziehen herkömmliche Stellenanzeigen innovativen Job-Portalen vor, die den Fokus auf Cultural Fit-Aspekte legen. 
„Die Studie zeigt, dass in der IT-Branche großer Handlungsbedarf zur Einführung eines wirksamen kulturbasierten Recruitings besteht“, kommentiert Frank Rechsteiner, Geschäftsführer der Hype-Personalberatung, die Ergebnisse. Dies ist umso dringlicher, als die meisten befragten IT-Spezialisten die Anwendung strukturierter Cultural Fit-Methoden im Recruiting ausdrücklich begrüßen und wegen einer nicht passenden Unternehmenskultur zum Jobwechsel bereit sind. „Gerade in Zeiten des dramatisch steigenden IT-Fachkräftemangels sollten die IT-Arbeitgeber alle Register ziehen, um einer unnötigen Abwanderung ihrer Mitarbeiter zu begegnen.“ 
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