Das bringt das große Herbst-Update von Windows

Noch diesen Monat soll das große Herbst-Update von Windows 10 erscheinen. Aufgrund der Verwirrungen bei den Namen wird es nun einfach Windows 10 20H2 heißen. [...]

Microsoft bringt noch im Herbst ein Update für Windows 10. (c) Microsoft

20H2 – Der Name steht für 2020 im Halbjahr 2 (derzeit mit der Buildnummer 19042.508). Diese neue Benennung hat wohl stattgefunden, weil Versions-Namen wie 1909 und 2004 teilweise mit Jahreszahlen verwechselt wurden und nicht ganz so eingängig sind. Die vereinfachte Benennung wird vermutlich künftig beibehalten – entsprechend dürfen im Frühjahr 21 das Update 21H1 erscheinen. Anders als die Aktualisierung im Mai 2020, welches mehrmals verschoben und wegen Problemen in der Beta-Phase intensiver getestet wurde, wird 20H2 ein vergleichsweise kleines Update sein. Dennoch stehen einige Änderungen auf dem Programm.

Startmenü-Optik

Eine Neuerung, die sich optisch aufdrängt, ist das neue Startmenü. Bunt ist out, transparente Schimmer sind angesagt. „Theme aware tiles“ wie das Design genannt wird, ist ein helles, farbloses Menü, welches sich dem Desktop-Hintergrund anpassen wird, in dem es leichte farbige Schimmer in den gleichen Farbtönen annehmen wird, in dem der Hintergrund gehalten ist. Auch die Desktop-Icons werden angepasst.

Edge

Wenig verwunderlich ist, dass der neue Edge-Browser, der schon an den regulären Patch-Tuesdays versuchsweise gepusht wurde, nun definitiv auf alle Systeme kommen soll. Der Browser aus Redmond basiert auf Chromium und ersetzt den bisherigen Edge und soll schneller und reicher an Funktionen sein. Ein oft genanntes Feature ist das Blättern in den Tabs. Mit Ctrl+Tab sollen nacheinander die verschiedenen Tabs angezeigt werden. Zudem sind Chrome-Extensions benutzbar.

Menü-Verschiebungen

Was eventuell nicht bei allen gut ankommen wird, sind einige Umplatzierungen im Menü. Die alte Systemsteuerung wurde hier näher an die Systemeinstellungen herangebracht. Beispielsweise werden die Infos über das System in die Systemeinstellungen (Einstellungen/System/Über) verschoben. Dort sind unter anderem Informationen über CPU, Arbeitsspeicher oder Domänen-Zugehörigkeit des Clients gespeichert. Anzeige-Details wie etwa die Bildwiederholfrquenz wird unter System/Anzeige/Erweiterte Anzeigeeinstellungen zu finden sein.

Performance / Qualität

Ein immer wiederkehrendes Thema ist die Fehleranfälligkeit des Systems nach Installationen von Updates. Dem kommt Microsoftnun, neben der bereits gesteigerten Test-Intensität, auch durch Parallel-Updates bei. Konkret heißt das: Neue Funktionen werden in mehreren kleinen Schritten ausgerollt, aber noch nicht aktiviert. Zudem haben die Redmonder ein sogenanntes Enablement Package eingebaut, was dafür gesorgt hat, dass die neuen, noch nicht aktivierten Funktionen die gleichen Updates erhalten haben wie die Version 2004 – präventive Fehlerbehebungen also. Diese Funktionen und Neuerungen werden mit dem offiziellen 20H2 Download dann aktiviert. Darüber hinaus soll – wie immer – die Speed-Performance verbessert werden.

Das Vorgehen von Microsoft ist wirklich behutsam und sehr auf Sicherheit bedacht. Einen Super-GAU wie etwa beim Update 1803 kann wohl ausgeschlossen werden. Dennoch empfiehlt sich natürlich ein Backup vor dem Einspielen des Updates.

*Florian Bodoky ist Autor bei COMprofessional.


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