Die Hürden auf dem Weg zur Smart Factory

Die zentrale Herausforderung der Smart Factory wird die Fähigkeit sein, sich an Änderungen anzupassen. [...]

Rainer Lehner ist Technical Sales Consultant bei X-tech. (c) X-tech
Rainer Lehner ist Technical Sales Consultant bei X-tech.

Das bedeutet einerseits hochgradig automatisierte und dynamische Netzwerke von Produktionsanlagen und andererseits ein IT-Security-Design das für diese neue Geschwindigkeit und Flexibilität ausgelegt sein muss.

In der derzeitigen Industrie bestehen bereits  Kommunikationsbeziehungen zwischen Produktionsanlagen. Sicherheitstechnisch  werden potentielle Bedrohungen allerdings insofern als beherrschbar betrachtet, weil  Produktionsanlagen mehr oder minder isolierte Netze bilden, die nur begrenzt Angriffspunkte von außen bieten. Mit der Industrie von morgen, werden diese Anlagen und Komponenten, die nie oder bestenfalls rudimentär hinsichtlich IT-Sicherheitstechnischer Anforderungen entwickelt wurden, von außerhalb des Unternehmensnetzwerkes erreichbar sein müssen. Wesentlich ist daher das Bewusstsein für diese neue Bedrohungslage und Angreifbarkeit. Wie viele Maschinenzugänge bereits heute für jeden öffentlich erreichbar sind zeigt die Suchmaschine Shodan, „the scariest search engine on the internet“ laut David Goldman/CNN.

Die grundlegenden Problematiken bezüglich IT-Sicherheit und die dadurch erforderlichen sicherheitstechnischen Mechanismen sind im  industriellen Kontext nicht völlig neu. Die Einbindung physischer Maschinen wird allerdings bewirken, dass sich Risiken vielfältiger und potentielle wirtschaftlichen Schäden drastischer darstellen werden.

Eine wesentliche Rolle für den Erfolg von I4.0 wird das Thema des Vertrauens einnehmen. Unternehmensübergreifende Ad-Hoc-Vernetzung bedeutet, dass die Teilnehmer an  gemeinsamen IT-Prozessen, nicht immer im Voraus planbar und bekannt sein werden und die Menge an Daten steigen wird. Jeder Teilnehmer in der gemeinsamen Wertschöpfungskette trägt nicht nur Verantwortung für die Sicherheit seiner eigenen Daten, sondern auch für die Daten seiner Prozesspartner. Um geistiges Eigentum zu schützen wird es daher sichere Schnittstellen und gültige Mindeststandards geben müssen die eine belastbare Grundlage von Vertrauen, Integrität und Zuverlässigkeit bilden.
* Der Autor Rainer Lehner ist Technical Sales Consultant bei X-tech.

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