Digitale Geldwäsche nimmt zu

Neben dem Anstieg von mobiler Malware haben die Virenjäger der McAfee Labs festgestellt, dass sich die Fälle von digitaler Geldwäsche häufen. Zudem wird das von Kriminellen genutzte "Deep Web" immer engmaschiger. [...]

Die McAfee Labs haben den jüngsten "Threats Report" für das dritte Quartal 2013 veröffentlicht. (c) maxkabakov - Fotolia.com
Die McAfee Labs haben den jüngsten "Threats Report" für das dritte Quartal 2013 veröffentlicht.

Die Malware- und IT-Securityspezialisten der McAfee Labs haben den jüngsten „Threats Report“ für das dritte Quartal 2013 veröffentlicht. Darin stellen sie einerseits fest, dass mobile Malware stark wächst. Konkret verzeichneten die Virenjäger eine Steigerung von 33 Prozent im dritten Quartal. Besonders zugenommen (+50 Prozent) haben in diesem Zusammenhang Trojaner und Viren, welche signiert werden und dadurch wie legitime Apps erscheinen.

Andererseits haben die Forscher eine starke Zunahme bei der digitalen Geldwäsche festgestellt. Im Brennpunkt liegen hier Online-Währungen wie Bitcoin. Diese seien ideal für Kriminelle aller Couleur, um etwa Drogen zu kaufen und zu verkaufen oder um Malware zu bestellen und zu bezahlen. McAfee hat in diesem Zusammenhang einen weiteren Bericht veröffentlicht, der Problematik der Geldwäsche mit digitalen Währungen genauer beleuchtet. Das Whitepaper „Digital Laundry: An analysis of online currencies“ kann von der McAfee-Seite als PDF-File heruntergeladen werden.

Eng mit der digitalen Geldwäsche verwoben sind auch Online-Schwarzmärkte wie Silk Road. Zwar habe die Justiz in Fall von Silk Road im letzten Quartal einen Erfolg erzielt und den Urheber der Plattform dingfest machen können. Wenige Tage nach der Zerschlagung seien aber schon wieder neue Umschlagplätze für Drogen, Waffen und Cybercrime aufgetaucht. Diese Infrastruktur wird als Deep Web bezeichnet und wächst laut McAfee schnell. Es sei beängstigend zu sehen, dass auf derartigen Marktplätzen von Drogen und Waffen über Kinderpornografie bis hin zum Auftragskiller alles für Geld, resp. für Online-Währung zu haben sei, konstatieren die Experten.

* Jens Stark ist Redakteur der Schweizer Computerworld.


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