Ein Viertel der Menschen bevorzugt Cybersicherheit durch KI

Etwas mehr als ein Viertel (26 Prozent) der EMEA-Befragten würden es vorziehen, dass ihre Cybersicherheit von KI und nicht von Menschen gesteuert wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Palo Alto Networks in Kooperation mit YouGov und Dr. Jessica Barker. [...]

Es gilt, neue Bedrohungen für die Netzwerke der nächsten Generation, auf die sie sich die Menschen verlassen werden, in den Griff zu bekommen. (c) pixabay

Palo Alto Networks hat in Kooperation mit YouGov und Dr. Jessica Barker eine Online-Studie mit mehr als 10.000 Befragten in der EMEA-Region durchgeführt. Dabei wurde die Einstellung der Menschen zu neuen Cybersicherheitstechnologien wie künstlicher Intelligenz (KI) und, wie diese Technologien ihre digitale Lebensweise schützen, untersucht.

Während in Italien (38 Prozent) KI gegenüber Menschen bevorzugt wird, um die digitale Lebensweise zu schützen, ist Großbritannien (21 Prozent) eines der misstrauischsten Länder in Bezug auf den Einsatz von Maschinen statt Menschen. In Deutschland liegt dieser Wert bei 24 Prozent.

Die Studie deutet darauf hin, dass diejenigen, die offener für KI–Technologien sind, eine positive Einstellung zur Rolle der Cybersicherheit in ihrem täglichen Leben haben. Fast ein Drittel (29 Prozent) der Befragten, die von KI verwaltete Cybersicherheit bevorzugten, waren der Meinung, dass Cybersicherheitskontrollen einen sehr positiven Einfluss auf ihre gesamte Online-Nutzung haben, verglichen mit dem Durchschnitt von 20 Prozent.

Innovation erfordert neue Sichtweisen

Greg Day, Vice President und Chief Security Officer EMEA bei Palo Alto Networks, kommentiert die Ergebnisse: „KI spielt bereits eine wichtige Rolle in der Cybersicherheit. Sie hilft, Vorfälle mittels neuer Fähigkeiten, die einzelne Menschen einfach nicht erreichen können, zu erkennen und zu verhindern. Es ist daher ermutigend zu sehen, dass sich die Lücke zwischen KI-basierten und von Menschen bedienten Cybersicherheitstechnologien schließt. Gleiches gilt für die positive Einstellung zu Cybersicherheitskontrollen, die mit einer Präferenz für KI–Technologien einhergeht, und in Zukunft hoffentlich von noch mehr Menschen angenommen wird. Der Mensch ist risikoscheu, aber Innovation erfordert neue Schritte, und viele sehen Veränderung immer noch als Risiko. Verantwortung zu übernehmen für Datensicherheit und den Schutz personenbezogener Daten zu gewährleisten, ist der erste Schritt, um bewährte Verfahren im Unternehmen umzusetzen. Für die Befragten ist die Schulung des Risikobewusstseins der Schlüssel dazu, um sich online sicherer zu fühlen.“

Die Studie enthüllte auch unterschiedliche Ansichten über die wahrgenommene Sicherheit von IoT-Technologien wie Smart-Home-Geräten: 38 Prozent der EMEA-Befragten glauben, dass diese Technologien sicher sind, während eine ähnliche Zahl (43 Prozent) das Gegenteil behauptet. Dies war jedoch in der Befragungsregion unterschiedlich, wobei die Befragten in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) der Sicherheit des Internets der Dinge am meisten vertrauen (71 Prozent halten es für sicher), während ein höherer Anteil in Deutschland (53 Prozent), Frankreich (48 Prozent) und Großbritannien (46 Prozent) die Technologien für unsicher hält.

Diskussionen über Datenschutz und Ethik werden in den Medien immer häufiger geführt. Dr. Jessica Barker versteht das Zögern, neuen Technologien wie KI und IoT völlig zu vertrauen: „Wenn eine neue Technologie auftaucht, gibt es bei vielen Menschen oft eine Zurückhaltung, den Wandel anzunehmen, auch wenn er eine Verbesserung unserer Lebensweise bedeutet. Das Telefon, die Eisenbahn und der Fernseher waren bei ihrer Einführung für die breite Öffentlichkeit ein Grund zur Sorge. Viele Menschen sind sich nicht bewusst, wie KI und maschinelles Lernen bereits den Einsatz von Technologien ermöglichen, unsere Daten schützen und Cyberangriffe verhindern, vor allem, weil sie für den Endbenutzer oft nicht invasiv sind. Das kann bedeuten, dass die Menschen zögern, das Konzept der KI anzunehmen, ohne zu erkennen, dass es bereits eine positive Präsenz in ihrem Leben hat. Es ist interessant festzustellen, dass das IoT von der Mehrheit der Teilnehmer als unsicher angesehen wird, während die meisten Menschen der Meinung sind, dass Technologie ihnen im Allgemeinen hilft, online sicherer zu sein. Dies deutet darauf hin, dass die Technologieindustrie die Sicherheits– und Datenschutzbelange im Zusammenhang mit dem IoT in einer sinnvollen und transparenten Weise angehen muss.“

Weitere Erkenntnisse der Online-Studie

  • Obwohl es eine Diskrepanz bezüglich KI-gesteuerter Cybersicherheit zwischen den Generationen zu geben scheint, ist diese nicht so gravierend wie erwartet, wobei die Millennials eine marginale höhere KI-Präferenz (31 Prozent) gegenüber den Babyboomern (23 Prozent) aufweisen.
  • Selbstständig für Cybersicherheit zu sorgen, ist ein globaler Trend: 54 Prozent der Befragten übernehmen die Verantwortung für ihre persönlichen Daten, wenn sie online sind. Die Kluft zwischen der jüngeren (18-24) und der älteren (55+) Generation ist hier deutlicher zu erkennen. So übernehmen nur 43 Prozent der jüngeren Gruppen die Verantwortung für ihre eigenen personenbezogenen Daten, verglichen mit 58 Prozent der 55-Jährigen und Älteren.
  • Ein Viertel (25 Prozent) der Befragten ist der Meinung, dass Cybersicherheit in die Zuständigkeit der Strafverfolgung fallen sollte, und 28 Prozent sind der Meinung, dass dies Sache der Regierung bzw. Politik sei.
  • Das Thema Cybersicherheit erreicht die Menschen; eine Mehrheit der Befragten (44 Prozent) ist der Meinung, dass Cybersicherheitstechnologien ihnen die Möglichkeit geben, sich weniger Sorgen um den Verlust persönlicher Daten zu machen, im Gegensatz zu den 14 Prozent, die anderer Meinung sind.
  • 67 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sie alles in ihrer Macht Stehende tun, um den Verlust ihrer personenbezogenen Daten zu verhindern. Dies steigt auf 75 Prozent der Befragten ab 55 Jahren an und fällt auf 59 Prozent ab bei den 25- bis 34-Jährigen. 77 Prozent der Befragten in den VAE und Frankreich stimmen dieser Aussage zu, aber nur 60 Prozent der Befragten in Italien und Schweden.

Dr. Barker fügt hinzu: „Vertrauen ist in der Cybersicherheit überaus wichtig. Die Menschen wollen sich aktiv daran beteiligen, sich online besser zu schützen, und sie nutzen Technologien, die sie dabei unterstützen. Das erworbene Wissen kann dann auf andere Bereiche ihres Lebens, vor allem auf den Arbeitsplatz, übertragen werden. Es ist interessant zu sehen, dass ältere Teilnehmer ein größeres Verantwortungsbewusstsein für ihre Daten haben als jüngere Teilnehmer. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die dazu beitragen könnten, dies zu erklären. So hatte die ältere Generation eher mit Cybersicherheitstrainings und -praktiken in der Arbeitsumgebung zu tun, was ihre Denkweise hätte beeinflussen können, um ein höheres Sicherheitsbewusstsein zu entwickeln. Es könnte auch sein, dass die jüngere Generation die Sicherheit eher als kollektive Verantwortung betrachtet, als Teil einer Kultur, die mehr auf das Teilen ausgerichtet ist.“

„Die Ergebnisse dieser Studie liefern einige wichtige Anregungen für Unternehmen. Es ist entscheidend, dass sie nun die Wahrnehmungen von Technologien wie KI und IoT bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen berücksichtigen. Dadurch gilt es, neue Bedrohungen für die Netzwerke der nächsten Generation, auf die sie sich die Menschen verlassen werden, in den Griff zu bekommen. Der Aufbau und die Aufrechterhaltung vertrauenswürdiger Fähigkeiten wird nur durch die Priorisierung von Cybersicherheit und Datenschutz sowie eine offene und ehrliche Kommunikation erreicht. Durch die verantwortungsbewusste Anwendung dieser neuen Technologien und deren Übernahme in unser tägliches Leben können wir eine Welt schaffen, in der jeder Tag sicherer ist als der vorherige“, fasst Day zusammen.

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