Employability Day bei Microsoft Österreich

Geflüchtete und internationale Personen ohne Arbeit suchen Jobs - Unternehmen suchen Programmierer. Freiwillige von Microsoft Österreich machten diesen Event möglich und vernetzten 26 Arbeitssuchende mit 15 Microsoft Partnern. [...]

Der heurige „Employability Day“ fand am 29.5. bei Microsoft Österreich statt. (c) Microsoft
Der heurige „Employability Day“ fand am 29.5. bei Microsoft Österreich statt. (c) Microsoft

Geflüchtete Menschen sowie generell arbeitssuchende Menschen aus Drittstaaten, der EU und Österreich haben es oft schwer bei der Jobsuche. Aber es gibt Initiativen wie jene von Stefan Steinberger, der als Social Entrepreneur mit seiner New Austrian Coding School Personen mit einer aufrechten Arbeitserlaubnis und internationalen Personen Kompetenzen für Softwareentwicklung vermittelt, um sie so fit für den österreichischen Arbeitsmarkt zu machen.

Der heurige „Employability Day“ fand am 29.5. bei Microsoft Österreich statt und hatte das Ziel, die talentierten Menschen zwischen 17 und 60 Jahren mit Migrations- bzw. internationalem Hintergrund direkt mit potenziellen Arbeitgebern aus der österreichischen Wirtschaft zusammenzubringen.

Bereits letztes Jahr wurde die Initiative für das Matchmaking zwischen Arbeitslosen und Arbeitgebern unter dem Namen refugees{code} gestartet und blickt bereits heute auf eine Erfolgsquote von 90% zurück. 19 von 21 Personen sind seit damals nachhaltig und ohne vorzeitige Abbrüche in den Arbeitsmarkt integriert.

Beispiele wie das von Nisreen aus Syrien oder Paulius aus Litauen belegen das eindrucksvoll: Nisreen Alam Aldeen stammt aus Syrien und ist seit zehn Jahren in Österreich. Der Ausbildungskurs der New Austrian Coding School hat sie direkt zu einer Beschäftigung bei Shpock geführt. Als Antrieb für ihre Arbeit bezeichnet sie den Willen, etwas in der Welt zu verändern. Nebenbei schließt sie gerade ihr Doktoratsstudium der Informatik (Fokus Informationssicherheit) an der Universität Wien ab.

Der 29-jährige Paulius Olsevskas wiederum ist gemeinsam mit seiner Freundin aus Litauen nach Österreich gekommen. Von der Warnung, dass der neunmonatige Kurs sehr viel von ihm fordern werden würde, ließ er sich nicht aufhalten – obwohl er davor in seinem Leben noch keine einzige Zeile Code geschrieben hatte. Derzeit ist er Teil des Ausbildungskurses und hat seine Entscheidung, den Kurs zu belegen, keine Sekunde bereut.

Das Programm der New Austrian Coding School beinhaltet jedoch nicht nur die Vermittlung von Programmierkenntnissen. „Neben den Coding Skills sind die sogenannten „Soft Skills“ mindestens genauso wichtig, um sie mit arbeitsrelevanten Fähigkeiten wie Projektmanagement, Teamwork und Präsentationstechnik vertraut zu machen“, so Steinberger.

“Unser klares Ziel ist die Jobvermittlung“, sagt Steinberger. Daher nehmen an dem Programm derzeit nur Personen mit einer aufrechten Arbeitserlaubnis teil. „Bisher haben wir 19 TeilnehmerInnen zu einem Job verhelfen können“, sagt Steinberger. Den Employability Tag bei Microsoft Österreich sieht er als einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung der noch jungen Organisation und zeigt sich zuversichtlich, dass nach diesem Tag noch viele weitere Jobs vermittelt werden können.

Das wird jedoch ohne das weitere und nachhaltige Engagement von Partnern nicht möglich sein. Neben Microsoft ist es beispielsweise das Unternehmen paysafecard mit an Bord, das sein Engagement wie folgt begründet:

Paysafecard ist ein enger Kooperationspartner der New Austrian Coding School. Die Zusammenarbeit findet in Form von Workshops, Firmenbesuchen und Mentoringangeboten für die TeilnehmerInnen statt. Einige KursteilnehmerInnen haben bereits Arbeit bei paysafecard gefunden. Den wechselseitigen Gewinn beschreibt Gerhard Gaugusch, VP of IT Solution Delivery, wie folgt: „paysafecard wird so um talentierte ProgrammiererInnen reicher, die mit ihrem internationalen Background zur Vielfalt unseres Unternehmens beitragen.“

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