EU CodeWeek: Spaß am Programmieren vermitteln

Im Rahmen der CodeWeek vom 11. bis 17. Oktober wird in mehr als tausend Events in ganz Europa, über 40 davon in Österreich, die Kulturtechnik des Programmierens vermittelt. [...]

CodingSchool im Wiener Museumsquartier (c) codeweek.at
CodingSchool im Wiener Museumsquartier

Für den Großteil der Menschen ist Technologie etwas, das sie mehr oder weniger gut selbst anwenden können. Nur eine kleine Minderheit versteht, wie sie tatsächlich funktioniert und was damit alles möglich ist. Die EU CodeWeek (kurz #codeEU) hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Verständnis breiter in der Bevölkerung zu verankern und will dazu beitragen, dass sich mehr Menschen als Gestalter einer zunehmend digitalisierten Welt verstehen und nicht bloß als Anwender.

„Die meisten Menschen wissen, dass IT-Kompetenzen ihre Chancen am Arbeitsmarkt erhöhen und dass IKT ein Wettbewerbsfaktor für unsere Wirtschaft ist, der enorm an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig herrscht die Meinung vor, dass Programmieren eine Art Geheimwissenschaft ist, in die man nur mit großen Anstrengungen einsteigen kann. Mit der #codeEU widerlegen wir das. Heutzutage gibt es viele Tools, mit denen selbst Anfänger verblüffende Ergebnisse erzielen können. Programmieren kann und soll Spaß machen!“, so Meral Akin-Hecke, die Österreich-Ambassadorin für die #CodeEU und Digital Champion Austria. Ins Leben gerufen wurde #CodeEU von den „Young Advisors“, einer Beratergruppe der EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, Neelie Kroes.

VERANSTALTUNGEN IN GANZ ÖSTERREICH
Bildungseinrichtungen, Unternehmen und private Organisationen bieten unter dem Dach der http://www.codeweek.at/ - external-link>#codeEU ein breites Programm für unterschiedliche Zielgruppen an. Mittlerweile wurden schon mehr als 40 Veranstaltungen organisiert, die sich an Menschen aller Altersgruppen richten. Unter anderem wird im Wiener Museumsquartier eine „CodingSchool“ eingerichtet, die während der Aktionswoche ein ganztägiges frei zugängliches Programm bietet.

Ein besonderer Schwerpunkt wurde auf Kinder gelegt. Je früher sie entdecken, wie einfach sie selbst Dinge realisieren und Probleme lösen können, desto leichter fällt es ihnen später, diese Kenntnisse im Beruf umzusetzen. „Kinder haben einen sehr intuitiven Zugang zu Technologie. Diesen müssen wir aktiv und so früh wie möglich fördern. In Ausbildungseinrichtungen wie der FH St. Pölten werden diese Kompetenzen dann verfeinert“, fordert Alois Frotschnig, Departmentleiter Technologie der FH St. Pölten mehr Frühförderung. Die FH St. Pölten führt im Rahmen der #codeEU eine Reihe von Veranstaltungen für Jugendliche durch, wie etwa Rails Girls, fti-Speeddating sowieWorkshops zu Spielentwicklung und Secure Coding. Bei der Förderung der Programmierkompetenz von Kindern spielen Lehrerinnen und Lehrer eine ganz besondere Rolle. Der Wiener Bildungsserver startet daher im Rahmen der #codeEU eine Fortbildungsreihe für Lehrende mit dem Titel „coding macht spaß“.

Auszüge aus dem Programm der #codeEU sowie ausgewählte Initiativen:

  • „coding macht spaß“: Der Wiener Bildungsserver startet Mitte Oktober eine Fortbildungsreihe für Lehrkräfte, die niederschwellige und spielerische Einführung zu Programmieren in der Pflichtschule.
  • CodeStudio: Die Wirtschaftsagentur Wien startet im Rahmen der #codeEU ihr Pilotprojekt „Code Studio“. Rund 60 Kinder an drei Freizeiteinrichtungen werden über die Herbst- und Wintermonate hinweg erste Flugversuche im Bereich Coding unternehmen. Neben Workshop-Nachmittagen, an dem die 10- bis 12jährigen ihr eigenes Game entwickeln, stehen auch Besuche in Wiener IT-Unternehmen auf dem Programm.
  • computertechnik.monat: A1 Internet für Alle, eine Initiative von A1, die seit 2011 digitale Kompetenzen vermittelt, bietet, gemeinsam mit dem Kinderbüro der Uni Wien und der österreichischen Computergesellschaft, kostenlose Coding- Workshops für Kids und Jugendliche am A1 Internet für Alle Campus an. Das täglich wechselnde Programm wendet sich an die Altersgruppe der 7 bis 13 jährigen.
  • Pocket Code: Pocket Code von Catrobat ist eine einfach zu bedienende Anwendung, mit der Menschen ohne Programmierkenntnisse, eigenen Spiele, Animationen, interaktive Musikvideos, und Apps direkt auf ihrem Handy oder Tablet erstellen können. Pocket Code wird in mehreren Workshops der #codeEU eingesetzt.
  • Modern meets Retro – Gaming Hackathon und Game Development Challenge: Microsoft Österreich richtet „Modern meets Retro – Gaming Hackathon und Game Development Challenge“ aus. Der Event wird gemeinsam mit Spiele-Entwicklerfirmen aus Österreich veranstaltet. Dabei sollen eigene App-Ideen für Windows Phone und Windows 8 umgesetzt werden.
  • Catalysts: Catalysts ist ein Unternehmen, das vor allem Individualsoftware entwickelt. Die Expertinnen und Experten von Catalysts geben ihr Wissen an Kinder und Jugendliche weiter.
  • CodingSchool @ MQ Wien: Im Wiener Museumsquartier wird eine „CodingSchool“ eingerichtet, die während der Aktionswoche ein ganztägiges frei zugängliches Programm bietet. Das Programm reicht von Coding mit Schulklassen, praktischen Workshops für Jugendliche bis zu Vorträgen für Erwachsene.

Einige der österreichischen Projekte im Rahmen der #codeEU werden gefördert durch das Bundeskanzleramt Österreich, das Bundesministerium für Familien und Jugend sowie die Wirtschaftsagentur Wien. (pi)

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