Europas größtes öffentliches Mixed-Reality-Projekt vor dem Wiener Mumok

Das frisch gegründete Design-Studio ARTEFACT hat sich auf „Mixed-Reality“-Lösungen spezialisiert und jetzt gemeinsam mit dem Mumok in Wien das erste große Projekt dieser Art gestartet. [...]

Das Wiener Designstudio Artefact versetzt mittels Mixed Reality die Wände des Mumok in Wien.
Das Wiener Designstudio Artefact versetzt mittels Mixed Reality die Wände des Mumok in Wien. (c) Artefact

Wer sich derzeit mit seinem Smartphone vor dem Museum der modernen Kunst, kurz Mumok, im Wiener Museumsquartier postiert, sieht, was andere nicht sehen. Vorausgesetzt er oder sie hat die soeben veröffentlichte kostenfreien Applikation „mumokAR“ des Wiener Design-Studios ARTEFACT installiert. Konkret lassen sich über eine moderne „Mixed-Reality“-Lösung die Wände des imposanten Gebäudes anheben. Dahinter warten unterschiedliche dreidimensionale Überraschungen auf den digitalen Besucher: So öffnet sich etwa ein gigantischer Vorhang und gibt virtuelle Einblicke in gerade laufende reale Ausstellungen oder es purzeln plötzlich überdimensionale Bälle aus dem mumok auf den Betrachter zu und über ihn hinweg.

Wie das aussieht, demonstriert das folgende Video:

Begeistert berichtet Bence Pap, Mitgründer von ARTEFACT, von den Möglichkeiten, die Mixed Reality bietet: „Mixed Reality zählt zu den aufregendsten neuen Technologien unserer Zeit. Uns ist es gelungen, mit ihrer Hilfe das Museumsquartier Wien in ein digitales Eldorado zu verwandeln. Besucher erleben auf eine neue interaktive Erzählweise Geschichten und staunen über die Vermischung von Realität und digitaler Fiktion.“ 

Gemeinsam mit drei Geschäftspartnern Mathias Bank Stigsen, Michael Knoll und Dieter Fellner gründete Bence Pap vor wenigen Monaten das Unternehmen ARTEFACT, das sich als Studio für „Mixed Reality“ versteht, wie das Quartett erklärt. Alle vier haben an der der Universität für Angewandte Kunst in Wien Architektur studiert und arbeiten schon seit 2015 an Mixed-Reality-Projekten, zumeist in Verbindung mit dem urbanen Raum. Dabei geht es den kreativen Architekten darum, Geschichten mithilfe von „Augmented Reality“ (AR) und Architektur neu und vor allem anders erzählen zu können bzw. eine neue Form des Story-Tellings im Marketing zu etablieren.

So soll mit den neuen Möglichkeiten jedoch nicht bloß ein digital verlängerter Arm der Realität geschaffen werden, der wie in diesem Fall Inhalte des Mumok nach außen trägt, sondern im Grunde eine neue Form der Kommunikation und auch der Vermarktung entstehen. Vereinfacht ausgedrückt sollen die virtuellen Illusionen Lust auf mehr machen – in dem Fall auf das, was hinter den realen Wänden des Mumok gerade gezeigt wird.

Dazu Bence Pap von ARTEFACT: „Wir sehen in unserem Konzept eine wertvolle Verschränkung aus Kunst, Architektur, Technologie und digitalem Marketing, die am Ende allen Spaß machen soll: dem Betrachter genauso wie dem Absender, der so in bisher nicht dagewesener Art und Weise auf sich aufmerksam machen kann.“ 

Was ist „mumokAR“?

ARTEFACT verändert auf imposante Weise das vom des Architekturbüro Ortner und Ortner entworfene Gebäude, indem virtuell ein Eckstück herausgehoben wird und nach oben schwebt. So entsteht eine Bühne zum Platz, auf welcher in spielerischer Manier mit den Besuchern kommuniziert wird. Mit kuratierten Inhalten können Besucher interagieren und auf Entdeckungsreise gehen.

Die mumokAR-App kann im Google Play Store und im Apple App Store kostenlos heruntergeladen und im Museumsquartier ausprobiert werden. Das Projekt mumokAR wird gefördert aus Mitteln der Stadt Wien durch die Wirtschaftsagentur Wien.

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