Facebook drängt Werber zu schnelleren Ladezeiten

Facebook fordert, dass Werbetreibende ihre Inhalte besser an die Bedürfnisse von mobilen Usern anpassen sollen. [...]

Facebook: Analog war gestern
Facebook: Analog war gestern

40 Prozent der User brechen nach drei Sekunden ab, wenn die Werbeseite nicht vollständig geladen ist, zitiert das größte aller sozialen Netzwerke eine Studie der Aberdeen Group und sagt darum langsam ladenden Partner-Webseiten den Kampf an.

„Unser Ziel ist es, den Menschen das bestmögliche Werbeerlebnis auf mobilen Geräten zu bieten. Unter Rücksichtnahme auf die Performance einer Webseite und die Netzwerkverbindung des Nutzers können wir dieses Erlebnis verbessern und dabei helfen, die Ergebnisse in die Richtung zu lenken, die Werbetreibende wünschen“, zitiert das „Wall Street Journal“ einen Facebook-Sprecher.

Konkret heißt das: Facebook wird dafür Sorge tragen, dass langsam ladende Webseiten nur noch dann aufscheinen, wenn die User eine wirklich gute Internetverbindung haben. Gleichzeitig geben sie Tipps, wie Werbetreibende ihre eigenen Seiten verbessern können, etwa durch weniger Code im Hintergrund und komprimierte Dateien.

Facebook treibt „Prefetching“ voran
Aber auch der Social-Media-Riese selbst will für ein besseres Werbeerlebnis sorgen – und zwar mittels „Prefetching“. Dieser Prozess wird von Facebook wie folgt beschrieben: „Bei jeder Mobile Ad im News Feed versucht Facebook vorherzusagen, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Person auf die Werbeanzeige klickt. Wenn das Ergebnis der Vorhersage die Anforderungen erfüllt und die Werbeanzeige zum ersten Mal auf einem Bildschirm erscheint, führen wir auf der ersten HTML-Seite ein Prefetching durch.“

Das bedeutet, dass die Inhalte lokal auf dem mobilen Gerät einer Person zwischengespeichert werden. „Wenn die Person auf die Werbeanzeige klickt, lädt Facebook die erste Seite aus dem Zwischenspeicher“, heißt es auf Facebook. Das Unternehmen erhofft sich dadurch eine bessere Performance bei schlechten oder langsamen Netzwerkverbindungen und weniger Abbrüche durch die Klickenden. Die Ladezeit soll damit um 29 Prozent verbessert werden.

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