Fachkräftemangel an der Spitze der Herausforderungen für Personalbeschaffer

Eine große Mehrheit (92 Prozent) der Personalvermittler in Deutschland, Österreich und der Schweiz glaubt, dass sich der Fachkräftemangel in den letzten fünf Jahren verschärft hat. [...]

"Es ist zwar beruhigend, dass Personalvermittler die Notwendigkeit und die Vorteile der digitalen Transformation für ihre Unternehmen verstehen, aber es ist beunruhigend, dass sie die ihnen zur Verfügung stehende Technologie nicht voll ausschöpfen", sagt Peter Linas, Executive Vice President of Corporate Development and International bei Bullhorn. (c) Bullhorn

Achtzig Prozent der befragten Personalvermittler nannten auch den Fachkräftemangel als ihre größte Herausforderung bei der Einstellung von Mitarbeitern im Jahr 2020, gefolgt von der Umstellung auf nicht-traditionelle Arbeitsmodelle (40 Prozent) und der Notwendigkeit, die Lohnerhöhungen zu beschleunigen (39 Prozent). Dies geht aus Bullhorn’s 2020 Global Recruitment Insights and Data hervor, einer jährlichen Umfrage unter mehr als 2.000 globalen Rekrutierungsexperten.

Die Ergebnisse folgen auf die Einführung von „The World Economic Forum’s Reskilling Revolution“, einer Initiative, die darauf abzielt, bis 2030 einer Milliarde Menschen bessere Bildung, Fähigkeiten und Arbeitsplätze zu verschaffen. Die Mehrheit (79 Prozent) der Personalvermittler in der Region ist der Meinung, dass die Umschulung von Kandidaten ein wirksames Mittel gegen den Talentmangel ist. Fünfundsechzig Prozent stimmten auch zu, dass die Arbeitgeber die Lohnerhöhungen beschleunigen müssen, um um qualifizierte Kandidaten zu konkurrieren.

Peter Linas, Bullhorn’s Executive Vice President of Corporate Development and International, kommentierte dies: „Der Talentmangel wird immer schlimmer, aber es gibt Möglichkeiten, wie Personalvermittler helfen können, ihn zu beheben. Die Umschulung von Mitarbeitern ist derzeit eine der größten Chancen bei der Rekrutierung. Personalvermittler sind am besten in der Lage, neu entstehende Fähigkeiten und Kompetenzen zu erkennen und Unternehmen zu den benötigten Talenten zu führen“.

Umsatz-Optimismus

Die Branche bleibt optimistisch in Bezug auf das Wachstum im Jahr 2020. 56 Prozent sagen für dieses Jahr einen Anstieg voraus, darunter alle, die keinen Umsatzrückgang sehen, eine Zahl, die auf 77 Prozent steigt. Darüber hinaus sagen die meisten (66 Prozent), dass die Globalisierung und die erhöhte Mobilität von Talenten eine Chance für ihr Unternehmen ist.

„Während die Umsatzerwartungen in dieser Region für dieses Jahr weiterhin nach oben gerichtet sind, stellt die Anerkennung der globalen Talentmobilität einen potenziellen Vorteil für Personalvermittler dar. Die Personalvermittler haben eine wichtige Rolle zu spielen – sie können Kandidaten und Kunden Stabilität und Sicherheit bieten und sie über die Pipeline der eingehenden Talente beruhigen“, sagte Linas.

Die Bedeutung der Diversität nimmt zu

Die Mehrheit (52 Prozent) der Befragten ist der Meinung, dass vielfältige Organisationen effektiver sind, wobei 64 Prozent der Führungskräfte das auch sagen. Auch die Arbeitgeber wünschen sich Vielfalt – mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Personalvermittler gaben an, dass sie Kunden haben, die vielfältige Kandidaten in die engere Wahl ziehen. Leider gaben 40 Prozent an, dass es einen Mangel an vielfältigen Kandidaten im Talentpool gibt, weitere 40 Prozent gaben an, dass es keinen solchen Mangel gibt.

Linas fuhr fort: „Sowohl die Unternehmen als auch die Personalvermittler sind für die Schaffung einer vielfältigeren Belegschaft verantwortlich, aber auch die Technologie spielt eine Rolle bei der Erweiterung des Talentpools. Die richtige Rekrutierungstechnologie kann dabei helfen, Kandidaten zu identifizieren, die über die erforderlichen Qualifikationen, Erfahrungen oder Fähigkeiten verfügen, ohne ihren Hintergrund zu berücksichtigen, und Talente aufzudecken, die sonst möglicherweise übersehen würden.“

Die Rolle der Technologie

Trotz der Vielzahl der verfügbaren Rekrutierungstechnologien haben nur 18 Prozent diese vollständig übernommen. Im Vergleich dazu gibt fast ein Drittel (31 Prozent) an, dass die Technologie nur wenig oder gar nicht eingesetzt wird. Auf die Frage nach dem Haupthindernis für die Einführung von Technologie war die häufigste Antwort, dass die Schulungsressourcen begrenzt sind (32 Prozent), gefolgt von der Tatsache, dass das Team den Wert der Technologie nicht erkennt (18 Prozent). Allerdings stimmen fast alle zu, dass die digitale Transformation ihrem Unternehmen helfen könnte (83 Prozent) und dass Unternehmen, die die Möglichkeiten der Prozessautomatisierung nicht nutzen, das Risiko eingehen, hinter der Konkurrenz zurückzufallen (86 Prozent).

„Es ist zwar beruhigend, dass Personalvermittler die Notwendigkeit und die Vorteile der digitalen Transformation für ihre Unternehmen verstehen, aber es ist beunruhigend, dass sie die ihnen zur Verfügung stehende Technologie nicht voll ausschöpfen. Die richtige Technologie kann Personalvermittlern dabei helfen, die größten Herausforderungen zu lösen, denen sie sich stellen müssen, darunter Talentmangel, Gehaltserwartungen und Diversitätsziele“, fasste Linas zusammen.


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