Finanzinstitute erkennen Potenzial von Datenanalyse für Kundenbindung

Für die Mehrheit der Finanzinstitute im deutschsprachigen Raum (82 Prozent) hat es eine hohe Priorität, die Bindung zu ihren Kunden zu verbessern. Um dies zu erreichen, wird insbesondere eine Datenstrategie von 71 Prozent der Befragten als entscheidend angesehen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie von Exasol. [...]

45 Prozent der Finanzunternehmen verfügen nicht über die erforderlichen Fähigkeiten, um Daten voll auszunutzen. (c) pixabay

Der Großteil der Finanzinstitute im deutschsprachigen Raum wollen die Bindung zu ihren Kunden zu verbessern. Um dies zu erreichen, wird insbesondere eine Datenstrategie von 71 Prozent der Befragten als entscheidend angesehen. „Die Ergebnisse der Studie spiegeln deutlich wieder, dass die befragten Finanzinstitute das Potenzial von Datenanalyse für eine erfolgreichere Kundenbindung anerkennen“, so Carsten Weidmann, Technical Alliance Manager der Exasol AG und ergänzt: „Mit 95 Prozent im deutschsprachigen Raum und 86 Prozent international nutzen auch tatsächlich schon fast alle Abteilungen der Unternehmen Datenanalysen für verschiedene Bereiche.“

Nutzung von Datenanalysen für die Kundenbindung

Konkret werden Datenanalysen zur Verbesserung der Kundenbindung in Deutschland, Österreich und der Schweiz beispielweise dazu eingesetzt, Produkte und Dienstleistungen an konkreten Kundenbedürfnissen auszurichten (76 Prozent) oder aber, um personalisierte Marketing– oder Verkaufskampagnen zu entwickeln (74 Prozent). Auch zur Messung der bestehenden Kundenbindung kommen Datenauswertungen zum Einsatz (71 Prozent). Darüber hinaus hat der Bereich Predictive Analytics einen sehr hohen Stellenwert in den Organisationen. So nutzen mit 99 Prozent nahezu alle befragten Unternehmen vorauschauende Analysen als einen Teil ihrer Initiativen zur Kundenbindung. „Im Bereich Predictive Analytics haben wir einen interessanten Unterschied zwischen Entscheidern und Mitarbeitern ohne Entscheidungsbefugnis wahrgenommen“, kommentiert Weidmann das Ergebnis. „So schätzt mit 81 Prozent eine klare Mehrheit der Entscheider im deutschsprachigen Raum Predictive Analytics als Schlüsselkomponente für die Kundenbindung ein. Bei den Nicht-Entscheidungsträgern waren dies hingegen nur 22 Prozent.“

Herausforderungen und Bedenken

Beim Einsatz von Datenanalysen zur Kundenbindung stehen die Finanzinstitute aber auch gewissen Herausforderungen gegenüber. So werden beispielsweise im Bereich Cloud-Lösungen verschiedene Bedenken geäußert. Zwar sind Cloud-Lösungen für die genannten Bereiche sehr beliebt, jedoch sorgen sich die Befragten dabei um Sicherheits- und Datenschutzaspekte (48 Prozent) sowie um das Einhalten aller regulatorischer Vorschriften (32 Prozent). Die zwei am häufigsten genannten Hürden bei der Implementierung einer fundierten Datenanalyse sind mit 36 Prozent der mangelnde Zugriff auf externe oder detailliertere Kundendaten sowie die Unfähigkeit, fortschrittliche Analysemethoden für Aktivitäten wie Customer Lifetime Value Analyse, Verhaltenssegmentierung und Neigungsanalyse zu nutzen (33 Prozent). Besonders auffällig ist in dem Zusammenhang, dass fast die Hälfte der Befragten (45 Prozent) ihre Fähigkeiten, um zur Verfügung stehende Daten voll auszunutzen, als nicht ausreichend einschätzt.

„Unternehmen brauchen nicht nur die richtigen Lösungen und den vollen Zugriff auf relevante Datenbereiche, ebenso müssen Fachkräfte ausgebildet und Trainings angeboten werden, um die Mitarbeiter zu befähigen. Nur so können Finanzinstitute vom Wert ihrer Daten profitieren“, sagt Weidmann. „Dazu zählt auch eine konkrete Datenstrategie, die an die Herausforderungen jeder Organisation angepasst werden muss. Ein gerichteter Einsatz von Daten hilft, die Kundenbindung zu verbessern und so den bestmöglichen Geschäftsnutzen zu erzielen.“ 

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