Firefox 60 geht an den Start

Mozilla hat seinen Firefox-Browser jetzt in Version 60.0 veröffentlicht. Dieser wartet mit neuen Sicherheits-Features auf. [...]

Speziell für Administratoren dürfte die neue Policy Engine in Firefox 60.0 interessant sein. (c) ra2studion -
Speziell für Administratoren dürfte die neue Policy Engine in Firefox 60.0 interessant sein. (c) ra2studion - Fotolia

Mozillas Firefox–Browser ist ab sofort in der Version 60.0 verfügbar. Das Update umfasst vor allem sicherheitsspezifische Neuerungen und Admin-Funktionen. Zudem bildet Version 60 die Basis für die neue ESR-Variante, die dank langer Entwicklungszyklen vor allem bei Unternehmen beliebt ist. Zu den Highlights von Firefox 60 zählen die aktive WebAuthn-API und die Unterstützung der Windows Group Policy.

Dank der nun erstmals aktiv ausgelieferten Schnittstelle ist der Mozilla–Browser bereit für eine abgesicherte Anmeldung per Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) nach dem U2F-Standard. Der Login erfolgt dabei mit Hardware-Token, die via USB oder drahtlos per NFC/Bluetooth mit dem System verbunden werden. Daneben ist über die WebAuthn-API auch eine Ein-Faktor-Authentifizierung möglich, die nach der Einrichtung allein über den Hardware-Token erfolgt. Aktuell unterstützen das Anmeldeverfahren via U2F-Token unter anderem die Systeme Windows, macOS und Linux, die Dienste von Google, Facebook, Salesforce und Dropbox sowie die Tools KeePass oder Password Safe.

Speziell für Administratoren dürfte die neue Policy Engine in Firefox 60.0 interessant sein. Sie erlaubt eine zentrale Verwaltung des Browsers über die Windows-Gruppenrichtlinien sowie per JSON-Dokument als systemübergreifende Lösung für Windows, macOS und Linux. Administratoren können damit etwa einen Standard-Proxy einrichten, bestimmte Funktionen verwalten oder Firefox im Paket mit einer Sammlung von Erweiterungen und Lesezeichen ausrollen.

Firefox Quantum ESR

Mit Version 60.0 erhält nun ausserdem die ESR-Variante des Firefox–Browsers ebenfalls die neue CSS Engine aus dem Quantum Release. Im direkten Vergleich zur bisherigen Gecko Engine verspricht die neue Technologie doppeltes Tempo bei bis zu 30 Prozent weniger Speicherbedarf. In der neuen Version rendert die Engine nun ebenfalls Bestandteile der Nutzeroberfläche, wodurch sich mehr Optionen für Browser-Themes ergeben sollen.

Darüber hinaus wird die ESR-Variante wie gewohnt mit Langzeit-Support versorgt. Dies ist etwa für Unternehmen von Vorteil, da eigens entwickelte Erweiterungen nicht laufend an neue Browser-Releases angepasst werden müssen.

*Stefan Bordel ist Redakteur von PCTipp.


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