Fröhliche Roboter sind oft schlechte Gefährten

Gefährten-Roboter, die einfach Gesellschaft leisten sollen, könnten Menschen mit einem fröhlichen Auftreten eher verstören. [...]

Ein fröhlicher Roboter kann einer Studie zufolge unheimlich wirken. (c) Hexe110
Ein fröhlicher Roboter kann einer Studie zufolge unheimlich wirken.

Darauf deutet eine Studie eines internationalen Forscherteams hin. Zumindest Senioren bevorzugen demnach Gefährten, die eher ernst wirken. Als Assistenten, die im Alltag helfen sollen, kommen eher verspielt wirkende Roboter hingegen gut an. Es scheint also wichtig, robotischen Helfern auch die richtige Persönlichkeit für ihre Aufgabe zu geben.

Ernste Gefährten, verspielte Helfer
Das Team hat untersucht, wie 51 Senioren in einem Heim in Pennsylvania auf vier verschiedene Roboter reagieren: verspielten und ernsten Gefährten sowie und verspielten und ernsten Assistenten. „Das Ergebnis war überraschend, so S. Shyam Sundar, Professor für Kommunikation an der Pennsylvania State University. „Die Daten zeigen ziemlich deutlich, dass ein ernstes Auftreten einem Gefährten-Roboter Glaubwürdigkeit gibt, während ein verspieltes Auftreten die Spannung beim Umgang mit einem Assistenzroboter nimmt.“ Die Senioren finden fröhliche Assistenz-Roboter demnach eher sozial attraktiv und intelligent.

Diese Erkenntnis ist wichtig, da Roboter für die Altenpflege sehr interessant sind. Sie können beispielsweise Medikamente ausgeben, aber auch die Rolle eines Haustiers einnehmen. „In Zukunft könnte es im Gesundheitswesen Roboter geben, die Senioren physische Assistenz und emotionale Unterstützung in Komfort ihres Eigenheims bieten“, meint Sundar. Es wird also immer wichtiger zu verstehen, wie man für eine möglichst reibungslose Kommunikation zwischen Mensch und Machine sorgen kann. Dazu gehört eben auch zu wissen, welche Persönlichkeiten für Roboter mit unterschiedlichen Aufgaben am besten geeignet sind.

Forscher führen Stimmen-Tests durch
Für die Studie haben die Forscher einen etwa 1,2 Meter großen Roboter genutzt, der den Probanden entweder als Assistent oder als Gefährte präsentiert wurde. Dieser hat die Senioren einfach begrüßt. Um das Auftreten des Roboters zu variieren, kamen zwei verschiedene Stimmen zum Einsatz. Die eine war höher und galt als verspielter, während die tiefere mit weniger Variation in Tonhöhe und -fall ernster wirkte. Das Aussehen des Roboters hat keine Rolle dafür gespielt, ob dieser als fröhlich oder ernsthaft wahrgenommen wurde.

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