Gemeinsam gegen Corona: Krisen-Management bei proALPHA

Home Office, Schichtbetrieb im Büro und spezieller Umgang mit Kunden. So reagieren IT-Unternehmen auf Corona. [...]

Michael T. Sander ist CEO von proALPHA Software Austria. (c) Erich Reismann
Michael T. Sander ist CEO von proALPHA Software Austria. (c) Erich Reismann

Die Computerwelt befragt IT-Unternehmen, wie sie mit der Krise umgehen. CEO Michael Sander verrät, wie ProAlpha sich auf die ungewohnte Situation einstellt.

COMPUTERWELT: Wie handhabt Ihr Unternehmen die Corona Krise bzw. welche Maßnahmen werden intern gesetzt? (Homeoffice, Kurzarbeit, Betriebssperre etc.)

Wir arbeiten alle aus dem Home Office. Die Erreichbarkeit von proALPHA als Unternehmen und aller unserer Mitarbeiter ist somit sichergestellt. Auch wenn manche Kolleginnen und Kollegen aufgrund von Kinderbetreuung nicht zu jedem Zeitpunkt sofort ans Telefon gehen können, wird sehr kurzfristig zurückgerufen. Wie kommunizieren sehr aktiv mit unseren Mitarbeitern, sei es täglich, mehrmals in Teams oder auch – im Abstand von wenigen Tagen – mit der gesamten Belegschaft. Das ist besonders wichtig, um kurzfristig planen und steuern zu können, vor allem aber auch, um für jeden immer wieder den Beweis anzutreten, dass keiner von uns in der aktuell schwierigen Situation alleine ist. 

Um regelmäßig in unseren Büros nach dem Rechten zu sehen und die Post zu bearbeiten, haben wir einen „Schichtbetrieb“ eingerichtet. Wir vermeiden dadurch ein Zusammentreffen unserer Mitarbeiter.

Welche Maßnahmen und Aktionen bietet Ihr Unternehmen aufgrund der Corona Krise seinen Kunden?

Unsere Arbeitsweise ist nicht an einen festen Arbeitsplatz gebunden und unsere Leistungen für unsere Kunden können zu 100 Prozent Remote erbracht werden. Wir haben damit bereits jahrelange Erfahrung und unsere Mitarbeiter verfügen über sämtliche technischen Hilfsmittel und entsprechend performante Internet Zugänge, um ihren Aufgaben uneingeschränkt aus dem Home Office nachkommen zu können. Von unserer Seite gibt es also keinerlei Gründe, Projekte auszusetzen oder zu verschieben. Ganz im Gegenteil, gerade jetzt – wo bei einigen Unternehmen die Last des „Daily Business“ geringer wird – empfehlen wir dringend die Vorhaben hinsichtlich Prozessverbesserung, ERP und Digitalisierung weiterzuführen. Ziel der Unternehmen muss es sein, gestärkt und wettbewerbsfähig aus der Corona Krise hervorzugehen, sobald diese überwunden ist und wir zur Normalität zurückkehren. Das ist es, was wir auch unseren Kunden sagen.

Welche Maßnahmen sollten aus Ihrer Sicht wirtschaftspolitisch gesetzt werden oder was wünschen Sie sich?

Wir beurteilen die Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung sehr positiv. Aus unserer Sicht wurden sehr rasch die richtigen Maßnahmen gesetzt, um einerseits die Bevölkerung vor dem Chaos zu schützen und insbesondere die medizinische Versorgung zu ermöglichen. Auch die für die Wirtschaft verabschiedeten Hilfsmaßnahmen begrüßen wir sehr. Diese werden vielen Unternehmen helfen, durchhalten zu können und die Krise zu überwinden. 

Wenn wir uns etwas wünschen würden, dann wäre das insbesondere der Aufruf vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaft an die Unternehmen, alles daran zu setzen, die Zeit der Krise nach Möglichkeit insbesondere dafür zu nutzen, Prozessverbesserungen und Digitalisierungsvorhaben voranzubringen. Irgendwann werden wir Corona überwunden haben und man kann den Unternehmen nur zurufen, die aktuell schwierige Zeit dennoch zu nutzen, um nach der Krise eine starke Wettbewerbsposition durch schlanke und effiziente digitale Prozesse zu erreichen.

Wie gehen Sie persönlich mit der Krise in Ihrem eigenen Umfeld um, wie verhalten Sie sich?

Ich persönlich verhalte mich nicht anders, als ich es von allen meinen Mitarbeitern erwarte. Wir alle müssen dazu beitragen, die Verbreitungsgeschwindigkeit des Virus zu verlangsamen, um mitzuhelfen, uns, unsere Familien und letztlich die gesamte Menschheit zu schützen. Selbstverständlich gilt das auch für mich! 


Wie reagiert Ihr Unternehmen auf das Coronavirus?
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