Geschäftsdaten-GAU durch verlorene oder geklaute Smartphones

Laut einer Umfrage von Oracle sind sich vor allem junge Mitarbeiter nicht der Sicherheitsrisiken beim Umgang mit Unternehmensdaten auf mobilen Endgeräten bewusst. Zudem haben 51 Prozent von ihnen ihr Smartphone schon im Klo versenkt – Geschäftsdaten inklusive. [...]

Laut einer kürzlich von Oracle durchgeführten Umfrage verlieren junge Arbeitnehmer mobile Geräte häufiger. (c) Rainer Sturm - pixelio.de
Laut einer kürzlich von Oracle durchgeführten Umfrage verlieren junge Arbeitnehmer mobile Geräte häufiger.

Insbesondere junge Mitarbeiter schätzen heute den Mehrwert und Komfortgewinn, den mobiles Arbeiten mit sich bringt. Die Generation digitaler Natives hat Handy & Co. stets griffbereit und immer dabei. Die Grenzen zwischen privater und geschäftlicher Nutzung verschwimmen dabei zusehends.

Laut einer kürzlich von Oracle durchgeführten Umfrage verlieren junge Arbeitnehmer mobile Geräte aber häufiger und werden zudem öfter bestohlen als ihre älteren Kollegen. So greifen 71 Prozent der Befragten im Alter von 16 bis 24 von privaten Geräten aus auf Arbeitsdaten zu. 73 Prozent von ihnen haben schon einmal ein mobiles Endgerät verloren und 52 Prozent wurde schon einmal ein Handy, Laptop oder Tablet gestohlen. Das sieht bei den älteren Mitarbeitern ganz anders aus: In der Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen wurden lediglich 20 Prozent schon einmal Opfer eines Diebstahls, nur 36 Prozent haben bereits ein Gerät verloren.

HANDY IM KLO SOWIESO
Der – wie Oracle es in einer Aussendung amüsant formuliert – „Erfindungsreichtum“ in punkto Gerätebeschädigung bzw. -Verlust in der Gruppe der 16- bis 24-Jährigen ist nahezu grenzenlos:

  • 53 Prozent haben ihr Gerät schon einmal mit einem Getränk überschüttet.
  • Jedem Zweiten (!) ist das Mobilgerät schon einmal in die Toilette gefallen (51 Prozent).
  • Fast ebenso viele haben sich versehentlich auf ihren mobilen Begleiter gesetzt und ihn dabei in Mitleidenschaft gezogen (49 Prozent).
  • 44 Prozent haben ihr Telefon auf derart peinliche Art und Weise beschädigt, dass sie keine genauere Auskunft zum Hergang geben wollten.

Dieser Umstand ist allerdings nicht nur ärgerlich für die Betroffenen, sondern kann mitunter, durch den möglichen Verlust geschäftsinterner Daten, sogar negative Auswirkungen für den Arbeitgeber mit sich bringen, warnt Oracle. So verwundert es nicht, dass nur 24 Prozent der Befragten angeben, dass ihr Arbeitgeber mobile Arbeitskonzepte unterstützt. 39 Prozent der Befragten glauben, dass gerade Sicherheitsbedenken das größte Hindernis für eine mobilere Ausrichtung ihres Unternehmens sind.

Trotzdem zeigt die Praxis, dass mobile Plattformen im Arbeitsalltag angekommen sind. Allerdings müssen sie aktiv integriert und klare Sicherheitsmechanismen für den Umgang mit geschäftskritischen Daten etabliert werden.

Die Studie wurde von Censuswide im Auftrag von Oracle durchgeführt. Befragt wurden 1.500 Führungskräfte globaler Unternehmen, 500 davon aus Europa und Afrika, 500 aus Nordamerika und 500 aus dem asiatisch-pazifischen Raum. (pi)


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