Gesten-Revolution im Internet of Things?

Auf der Entwicklerkonferenz I/O 2015 hat Google das "Project Soli" vorgestellt. Wir zeigen Ihnen, warum das Touch-Prinzip im Fall von IoT-Devices bald ausgedient haben könnte. [...]

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Mit „Project Soli“ hat das ATAP-Team (Advanced Technology and Projects) von Google auf der Entwicklerkonferenz I/O 2015 eine neue Sensor- beziehungsweise Radartechnologie vorgestellt, die die Bedienung von Smartwatches, sonstigen Wearables und auch Infotainment-Systemen in Fahrzeugen revolutionieren könnte. Den Sensor für die neue Technologie liefert Halbleiter-Produzent Infineon.

Die neuen Infineon-Sensoren sollen dank ihrer kompakten Bauweise in tragbaren – und auch fest verbauten – Geräten aller Art zum Einsatz kommen und können sowohl Gesten als auch physisch anwesende Personen erkennen. Außerdem überzeugen sie laut Infineon auch mit niedrigen Energieverbrauch. Infineon nutzt 60-GHz-Transceiver-Technologie und vereint für die Sensoren RF-Transceiver, Antenne und Kontrollelemente in einem Gehäuse.

Zur praktischen Anwendung könnte „Project Soli“ etwa im Automotive-Bereich kommen, wo man seit längerem händeringend nach einem für die Fahrsicherheit tauglichen Bedienkonzept für Info- und Entertainment-Systeme sucht. Google könnte damit weitere Autohersteller dazu bewegen, sich der Open Automotive Alliance (OAA) anzuschließen und Android Auto in ihre Modelle zu integrieren.

Bisher verweigert sich dahingehend vor allem der Münchner Premium-Autobauer BMW, während Audi Gründungsmitglied der OAA ist und Mercedes-Benz erst kürzlich seinen Beitritt angekündigt hat. Für die im Herbst 2015 geplante neue 7er-Generation plant BMW mit einer Gestensteuerung. Ob die Münchner dabei auf „Project Soli“ setzen, bleibt abzuwarten.

* Florian Maier ist Redakteur von computerwoche.de.


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