GfK: Smartphones als zunehmende Konkurrenz für Bankfilialen

Die Zeiten, in denen die Begriffe Online- und Mobile-Banking für die meisten Österreicher noch ein Fremdwort waren sind eindeutig vorbei. Auch in Österreich hat die Digitalisierung längst schon die Finanzbranche erreicht.Laut einer aktuellen GfK Online-Umfrage nutzt bereits mehr als jeder Zweite Online-Banking mindestens einmal wöchentlich, jeder Vierte gibt an, auch Mobile-Banking zumindest einmal pro Woche zu nutzen. [...]

Online-Banking am Smartphone oder Tablet erfreut sich in Österreich steigender Beliebtheit. (c) Samsung
Online-Banking am Smartphone oder Tablet erfreut sich in Österreich steigender Beliebtheit.

Online- und Mobile-Banking werden für ÖsterreicherI immer vertrauter und sind bereits für viele Bankkunden Teil des täglichen Lebens geworden. So wird Online-Banking, laut aktueller GfK Online-Umfrage unter 500 Österreichern ab 15 jahren, von 53 Prozent der erwachsenen Internetnutzer in Österreich zumindest einmal pro Woche genutzt, jeder Vierte gibt an, auch Mobile-Banking zumindest einmal wöchentlich zu nutzen. Auch die wahrgenommene Sicherheit bei der Durchführung von Bankgeschäften online entwickelt sich positiv: Mehr als jeder Zweite ist der Meinung, dass die Durchführung von Bankgeschäften im Internet in den letzten Jahren eher oder sogar viel sicherer geworden ist. Die Nutzung von Mobile-Banking wird hingegen etwas kritischer beurteilt: Nur etwa jeder Dritte ist der Meinung, dass sich die Sicherheit bei der Durchführung von Bankgeschäften am Handy oder Tablet in den letzten Jahren deutlich oder zumindest eher verbessert hat.
„14 Prozent der befragten Mobile-Banking-Nutzer haben innerhalb der letzten 12 Monate begonnen, diese Methode zu nutzen. 7 Prozent nutzen es seit den letzten 6 Monaten, was auf die vorschreitende Akzeptanz und weiteres Potential bei dieser Bezahl- und Abwicklungsmethode hindeuten lässt“ – kommentiert Yuliya Fischer von der Finanzmarktforschung der GfK Austria.
Mobile-Banking und Sicherheit
„Vom Mobile-Banking wird vor allem erwartet, dass es unkompliziert in der Anwendung, sicher und kostenlos ist“ – führt Yuliva Fischer aus. Gefragt nach den genutzten Sicherheitsmaßnahmen nennen zwei Drittel der Mobile-Banking-Nutzer die regelmäßige Überprüfung des Kontostandes und Nutzung von sicheren Passwörtern und PIN-Codes als meistgenutzte Maßnahmen. Diese beiden Maßnahmen bewerten die meisten Mobile-Banking-Nutzer als absolut unverzichtbar. 70 Prozent der Befragten würden auch auf die Nutzung von mTANs nicht verzichten. Die große Mehrheit der Mobile-Banking-Nutzer ist überzeugt, dass die Aufbewahrung von PIN-Codes außerhalb des Smartphones oder Tablets, die Nutzung von offiziellen Banking-Apps und sicheren Passwörtern sowie die mTAN-Nutzung die höchste Sicherheit bei der Durchführung der Banking-Transaktionen am Handy oder Tablet bieten.
Zahlen mit der Karte und kontaktlos
Weitere Abwicklungsmethoden, die im Vergleich zu den Vorjahren deutlich häufiger verwendet werden, sind die Nutzung von Bankomat- und Kreditkarte sowie das kontaktlose Zahlen mittels NFC-Funktion der Bankomatkarte oder am Smartphone. Zwei Drittel der Befragten geben an, die Bankomatkarte mindestens einmal pro Woche für die Bezahlung zu verwenden (2015: 58 Prozent), die Kreditkarte wird dafür von 22 Prozent der Österreicher (2015: 16 Prozent) zumindest einmal wöchentlich genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr scheint aber vor allen das Zahlen mittels kontaktloser Funktion der Bankomatkarte oder des Smartphones deutlich zugenommen haben: 14 Prozent der Befragten nutzen es ebenfalls zumindest einmal pro Woche, während das 2015 nur 6 Prozent taten.
Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass sich die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich gut etabliert hat. Auch die wahrgenommenen Barrieren für die Nutzung dieser Methoden werden immer niedriger. „Die richtige Kommunikation – vor allem was die Sicherheit dieser Bezahlmethoden betrifft – könnte dazu beitragen, die Akzeptanz dieser Methoden weiterhin zu steigern, um noch vorhandenes Potenzial auszuschöpfen, sowie das Vertrauen der Kunden in diese Bezahl- und Transaktionsmethoden weiter zu steigern,“ schließt Yuliva Fischer ab.

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